Wirtschaftsbeziehungen Saarland-USA: Stabil durch die Krise

US-Botschafter Philip D. Murphy zu Gast in der IHK
(PresseBox) (Saarbrücken, ) "Die Handelsbeziehungen zwischen der Saarwirtschaft und den USA stehen auf einer soliden Basis - auch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat daran nichts geändert!" - mit diesen Worten begrüßte IHK-Vizepräsident Paul-Martin Milius den neuen Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, S.E. Philip D. Murphy am 1. März 2010 bei einem Empfang in der IHK Saarland. Die USA seien seit vielen Jahren der wichtigste Handelspartner außerhalb der EU - selbst im Krisenjahr 2009 sei das Handelsvolumen deutlich weniger gesunken als der saarländische Außenhandel insgesamt. Aus dem Saarland besonders gefragt sind in den USA Automobile und Automobilteile, Stahl und Maschinen. Botschafter Murphy, der vom ebenfalls neuen, für das Saarland zuständigen Generalkonsul Edward Alford begleitet wurde, zeigte sich sehr angetan vom Saarland und seiner Wirtschaft: "Ein sehr interessantes Bundesland mit sehr interessanten Unternehmen - ich habe viele Impulse für eine weitere Intensivierung unserer Wirtschaftsbeziehungen gesehen!".

Für das Saarland bedeutete die Ansiedlung von Ford in Saarlouis 1966 einen Wendepunkt im Strukturwandel. "Ford und der dazugehörige Zulieferpark stellen auch heute noch das Kernstück der saarländischen Automobilindustrie dar", so Vizepräsident Milius. Insgesamt spielen amerikanische Investitionen an der Saar weiter eine wichtige Rolle: Zusammen mit u.a. Lands' End, Adler Werbegeschenke KG, Bauknecht und CETECOM beschäftigen amerikanische Firmen hierzulande ca. 10.000 Mitarbeiter.

In den Gesprächen mit dem Botschafter in der IHK wurden auch die vielfältigen Engagements saarländischer Unternehmer in den USA deutlich: So fertigt Hydac International seine Anlagen für den amerikanischen Markt überwiegend in Pennsylvania. "Ein wichtiges Standbein unserer Globalisierungsstrategie", berichtete Geschäftsführer Mathias Dieter. Die Firma NDT Systems & Services, Blieskastel und Stutensee, hat vor kurzem einen gleich großen Konkurrenten in den USA übernommen. "Damit ist unsere Firmengruppe auf 500 Mitarbeiter angewachsen und unsere "Molche" fahren jetzt auch durch texanische Pipelines zur Sicherheitsüberprüfung", so der Geschäftsführer Alfred Barbian.

Neben einem Antrittsbesuch bei Ministerpräsidenten Peter Müller gehörten auch die Universität des Saarlandes und das Deutsch-Amerikanische Institut zum diplomatischen Besuchsprogramm.

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