Im Riesenrad dreht sich alles um Lager

Zehn Jahre London Eye mit Pendelrollen- und Gelenklagern von FAG
Seit zehn Jahren dreht sich das Millennium Wheel in London. Im Zentrum des Riesenrads: Wälzlager von FAG / Bilder: Schaeffler Gruppe (PresseBox) (Schweinfurt, ) Seit zehn Jahren dreht sich nun das Millennium Wheel in London am Ufer der Themse beständig, Tag für Tag, und hat sich zu einem der größten Besuchermagnete und zu einem modernen Wahrzeichen der britischen Hauptstadt entwickelt. Im Zentrum des Riesenrads: Wälzlager von FAG, um die sich das Rad zuverlässig dreht. Ursprünglich war das Riesenrad nur als vorübergehende Attraktion für einige Jahre geplant. Doch über 36 Millionen Fahrgäste bescherten dem Rad einen unerwartet großen Erfolg und halten es auch über das erste Jahrzehnt hinaus in Bewegung.

Seit zum Jahrtausendwechsel 1999/2000 die FAG Nabenlagerung für das "London Eye" geliefert wurde, gilt die Schaeffler Gruppe Industrie als bevorzugter Entwicklungspartner und Lieferant für die besonderen Herausforderungen, die solche Projekte an Ingenieure und Wälzlager stellen. Das Riesenrad in London, in dem ca. 1.500 Tonnen Stahl verbaut wurden, dreht sich mit Hilfe von zwei zweireihigen radialen FAG Pendelrollenlagern, die als Fest-Loslagerkombination in die Nabe des Aussichtsrads eingebaut sind. Das Festlager mit einem Außendurchmesser von 2,66 Metern wiegt 6,3 Tonnen und ist fest auf der Welle montiert. Das Loslager mit einem Außendurchmesser von 2,62 Metern und einem Gewicht von 5,2 Tonnen kann sich auf der Welle hin und her bewegen, um so Längenausdehnungen auszugleichen.

Die Pendelrollenlager haben eine Lebensdauer von mehr als 50 Jahren. Erfahrene Spezialisten der Service-Tochter FAG Industrial Services (F'IS) führen regelmäßige Inspektionen durch, um die fehlerfreie und sichere Funktion der Lager über diesen Zeitraum zu gewährleisten. Endoskopische Untersuchungen der Laufbahnen und Wälzkörper lassen eventuelle Beschädigungen schon frühzeitig erkennen. Regelmäßig entnommene Schmierstoffproben werden auf Partikel und Abrieb untersucht. Sollte dennoch einmal ein Lagerausbau erforderlich werden, so haben sich die Schaeffler-Ingenieure eine clevere Lösung einfallen lassen: Da das Loslager eine größere Bohrung (2,1 Meter) als das Festlager (2,04 Meter) hat, kann es über den Festlagersitz "gezogen" werden. Beide Lager können von einer Seite aus ausgebaut werden. Da das Riesenrad nur auf der Uferseite eine Stütze hat, würde eine Demontage von der Fluss-Seite aus erfolgen. Der einfache Zugang spart Zeit und Kosten.

Neben den zentralen Nabenlagerungen sorgen Großgelenklager der Schaeffler-Marke ELGES für den sicheren Stand des London Eye. Die Großgelenklager ermöglichten, dass das Rad beim Aufstellen aus seiner horizontalen Montagelage quer über die Themse in seine vertikale Endposition geschwenkt werden konnte. Seitdem haben die Lager die Aufgabe, kleinste z. B. durch Wind verursachte Bewegungen des Rades auszugleichen, die sonst auf die vergleichsweise starre Stahlkonstruktion einwirken würden.

Das 135 Meter hohe Millennium Wheel war lange Zeit das Größte seiner Art. Doch größere Projekte z.B. in Peking sind bereits in Bau bzw. in Planung. Für das "Beijing Wheel" hat die Schaeffler Gruppe Industrie die Pendelrollenlager für die Naben bereits geliefert. Bei einer Gesamthöhe von 208 Meter stoßen auch die Lager in eine völlig neue Dimension vor: Die beiden FAG Pendelrollenlager haben einen Außendurchmesser von 3,2 Meter, eine Bohrung von 2,6 Meter und eine Ringbreite von 630 Millimeter. Jedes Lager kommt auf ein Gesamtgewicht von über elf Tonnen. Ein Pendelrollenlager in dieser Dimension und mit diesen Anforderungen ist zuvor noch nie gebaut worden.

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