Notfallmedizinischer Fortbildungskongress RettCon (11. und 12. Juni)

Thema: Andere Länder, andere Sitten - interkulturelle Kompetenz (Abstract)
(PresseBox) (Hannover/Leipzig, ) Wie geht es Menschen, die schwer erkranken oder einen Unfall haben - und dies in einer anderen Kultur? Und wie geht es Menschen, die im Rettungsdienst arbeiten und Menschen aus anderen Kulturen helfen wollen?

Notfälle sind auf Seiten der Kranken/Unfallopfer mit Schmerzen, Ängsten, Sorgen verbunden und mit einem Gefühl des Kontrollverlusts. Dies erzeugt Streß. Dieser Kontrollverlust, der jeden betrifft, verstärkt sich, wenn Menschen in einer anderen Kultur zu Schaden kommen.

Kultur an sich bedeutet Plausibilität, Normalität und Sinn. Sie erlaubt es, Verhaltensweisen zu interpretieren, gibt somit ein Gefühl von Sicherheit. Kultur formt unsere Verhaltensweisen und die Erwartungen, die wir an das Verhalten anderer Menschen haben. Der Umgang mit anderen Kulturen bringt Irritationen, psychologisch gesprochen Ängste und Unsicherheiten, da Menschen sich nicht in der erwarteten Weise verhalten.

Es ist also unschwer zu erkennen, dass sowohl betroffene Kranke als auch das Rettungspersonal in doppelter Weise Verunsicherungen ausgesetzt sind - durch den Notfall selbst und durch den Kulturkontakt.

Welche spezifischen Problemlagen können entstehen? Über welches Wissen, welche Fähigkeiten sollten Menschen im Rettungsdienst in diesen Fällen verfügen? Mit diesen Themen setzt sich der Vortrag auseinander.

Kontakt

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Telefon: +49 (511) 89-0
Andrea Staude
Prof. Dr. Isolde Kurz
Professorin für interkulturelle Kommunikation und Kooperation an der Hochschule München (University
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