Stellenabbau im Tamedia-Druckzentrum: comedia fordert Gesundheitsschutz statt Renditedenken

(PresseBox) (Bern, ) Schon wieder sollen 15 Personen im Druckzentrum von Tamedia in Zürich von der Lohnliste verschwinden. Der Sozialplan vom vergangenen Jahr kommt zur Anwendung - aber darin gibt es keine spezifischen Regelungen bei Frühpensionierung. Hier braucht es unbedingt eine spürbare Nachbesserung. comedia verurteilt beim aktuell geplanten Stellenabbau auch, dass dadurch der unterste Plafond eines sinnvollen Stellenplanes erreicht wird.

Im Mai letzten Jahres wurden schon einmal 9 Personen im Druckzentrum abgebaut mit der Begründung, das 4-Bund-Konzept bringe kürzere Produktionszeiten und der Druckauftrag der «Handelszeitung» sei verloren gegangen. Zusätzlich mussten viele Beschäftigte in der Weiterverarbeitung spürbare Pensen- und damit verbundene Lohnreduktionen in Kauf nehmen. Jetzt soll es nochmals zu einem Arbeitsplatzverlust für 15 Personen kommen, für mindestens 50 Mitarbeitende sind neue Einsatzpläne geplant. Ob damit auch Pensenreduktionen verbunden sind, darüber schweigt sich Tamedia in ihrer Mitteilung aus.

comedia stellt den Umfang des Stellenabbaus in Frage. Im Vordergrund steht für Tamedia offensichtlich mehr das Renditedenken («Wir wollen weiterhin wettbewerbsfähige Druckpreise und Dienstleistungen anbieten»), als der Gesundheitsschutz und der Stressabbau für die Beschäftigten. Mit dem aktuell geplanten Stellenabbau wird der unterste Planfond eines sinnvollen Stellenplanes erreicht.

comedia fordert von den Tamedia-Verantwortlichen, dass im Zusammenhang mit den vorgesehenen Frühpensionierungen die letztjährigen Modelle «FIX» oder «FLEX» den Betroffenen zur Auswahl unterbreitet werden. Der Umfang des Stellenabbaus soll nochmals ernsthaft hinterfragt und nach kreativen Lösungen gesucht werden, um dem Gesundheitsschutz und dem Stressabbau für die Betroffenen mehr Gewicht beizumessen. Bei den geplanten neuen Einsatzplänen muss den Mitsprache- und Mitbestimmungsrechten für die Betroffenen und ihrer Betriebskommission nach den GAV-Bestimmungen Rechnung getragen werden. Über all diese Punkte fordert comedia von Tamedia Verhandlungen, zusammen mit der zuständigen Betriebskommission.

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