Industriepolitische Konferenz: Wirtschaft fordert Technologieoffensive für Mecklenburg-Vorpommern

(PresseBox) (Rostock, ) Über 140 Vertreter von Unternehmen, Wissenschaft und Politik diskutierten am 30. März bei der Industriepolitischen Konferenz in der IHK zu Rostock über die Gestaltung der industriellen Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Bis zum Beginn der Wirtschaftskrise hatte sich die Maritime Wirtschaft und die gesamte Industrie des Landes, trotz der schwierigen Ausgangssituation, eine gute wettbewerbsfähige Position erarbeitet. Es ist nunmehr dringend notwendig, vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise die Situation der Industrie Mecklenburg-Vorpommerns und ihre Zukunftsfähigkeit genauer zu untersuchen.

Die Konferenz, zu der die drei Industrie- und Handelskammern des Landes einluden, hatte zum Ziel, mit den Teilnehmern Rahmenbedingungen für die Initiierung einer Technologieoffensive Mecklenburg-Vorpommern zu erarbeiten.

"Mecklenburg-Vorpommern braucht eine neue Ausrichtung der Industriepolitik. Bayern hat vor vielen Jahren den Slogan "Laptop und Lederhose" gekürt und die Wandlung von einem Bauernland in eine Hightech-Region geschafft. Das können wir heute in Mecklenburg-Vorpommern auch", erklärte Wolfgang Hering, Präsident der IHK zu Rostock.

Prof. Dr. Bernd Romeike, Vorsitzender des Industrie- und Umweltausschusses der IHK zu Rostock, skizzierte die Zukunftsperspektiven Mecklenburg-Vorpommerns bis 2030 und sagte: "Im Wirtschaftswachstum muss MV darauf achten, den Anschluss an die anderen Länder zu halten." Laut einer Prognos-Studie wird mit einem unterproportionalen Wachstum für MV gegenüber dem deutschen Durchschnitt gerechnet.

"Zur Verbesserung der Situation brauchen wir mehr innovative Unternehmen, eine Stärkung der Eigenkapitalbasis für die Realisierung von Forschung und Entwicklung sowie mehr Technologietransfer", so Romeike weiter. Er betonte, dass die industrielle Zukunft in der Durchdringung mit Forschung und Entwicklung liege und dass das Land eine Technologieoffensive benötige.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass für die Realisierung dieses Ziels Unternehmen, Wissenschaft und Politik ohne Zeitverzug in eine Diskussion darüber eintreten müssen, wie die industrielle Zukunft des Landes MV innovativer gestaltet werden kann. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der erfolgreichen Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft zu.

Präsident Hering hob hervor: "Die Industriepolitische Konferenz soll der Auftakt für eine Technologieoffensive sein. Alle Netzwerkpartner, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, müssen auf der Grundlage vorhandener Ressourcen und erworbener Kompetenzen gemeinsam die industriespezifischen Ziele des nächsten Jahrzehnts diskutieren und festlegen. Wir müssen uns zusammenfinden, alles bündeln und loslegen."

Das Thema der Konferenz genießt seitens der Landesregierung einen so hohen Stellenwert, dass der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, sowie der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes, Jürgen Seidel, jeweils ein Grußwort hielten.

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