IMX Immobilienindex März 2010: Preise für Wohnimmobilien stabil mit leichter Tendenz nach oben

(PresseBox) (Berlin, ) Der Markt für Wohnimmobilien ist robust ins neue Jahr gestartet. Das weiterhin günstige Zinsniveau stimuliert die Nachfrage bei gleichzeitig leicht sinkendem Angebot. Dies sorgt für leichte Preissteigerungen in allen Segmenten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Immobilienindex IMX, der heute erstmals von ImmobilienScout24, Deutschlands größtem Immobilienmarkt, veröffentlicht wird. Der IMX wird auf Basis von über acht Millionen Immobilienangeboten gebildet.

Am deutlichsten ist die Tendenz nach oben bei Neubauwohnungen zu beobachten. Der Preisindex für Neubauwohnungen steigt um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Schatten dieser Entwicklung ziehen auch die Preise für Bestandswohnungen leicht an und liegen 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auch bei Wohnhäusern ist dieser Trend festzustellen - wenn auch in einer deutlich schwächeren Ausprägung. So liegen in diesem Segment die Preise im Neubaubereich zwei Prozent höher als im Vorjahr. Im Bestand steigen die Preise für Wohnhäuser nur um 1,7 Prozent.

Frankfurt gewinnt, Köln verliert

Die Preisentwicklung weist jedoch deutliche regionale Unterschiede auf. Während in der Bankenmetropole Frankfurt die Preise für Neubauwohnungen im letzten Jahr um 11,8 Prozent gestiegen sind, zeigt die Kurve in Köln leicht nach unten: Im gleichen Segment wird das Vorjahresniveau nicht erreicht. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei Bestandswohnungen in den beiden Städten. Während in Köln die Preise im Bestand um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen sind, steigen die Preise in Frankfurt spürbar an (7,7 Prozent). Noch deutlicher sind die Unterschiede bei Neubau-Wohnhäusern ausgeprägt (Frankfurt 15,3 Prozent, Köln -0,8 Prozent).

Eine vergleichbar positive Preisentwicklung wie in der Mainmetropole lässt sich an Alster und Isar beobachten. Sowohl in München als auch in Hamburg können die Preise in allen Segmenten zulegen. Anders sieht es dagegen in der Hauptstadt aus. Während die Preise für Wohnungen an der Spree spürbar steigen (Neubau 9,3 Prozent, Bestand 4,5 Prozent), können die Hauspreise das Vorjahresniveau nicht erreichen (Neubau -1,7 Prozent, Bestand -3,6 Prozent).

"Der IMX bestätigt das Credo einer jeden guten Immobilieninvestition: Lage, Lage und nochmals Lage. Obwohl sich der Markt insgesamt als robust erweist, beobachten wir in den einzelnen Regionen und Teilsegmenten durchaus unterschiedliche Entwicklungen. Für die Zukunft ist aufgrund der veränderten energetischen Vorschriften mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen. In einfachen und schlechten Lagen dürfte es allerdings schwer fallen, diese Kosten umzulegen", kommentiert Michael Kiefer, Leiter Immobilienbewertung bei ImmobilienScout24, die Ergebnisse.

Zu den detaillierten Ergebnisse des IMX: http://preisindex.immobilienscout24.de

Über den IMX:

Der IMX ist der neue Angebotsindex für Immobilien in Deutschland. Herausgeber ist ImmobilienScout24, Deutschlands größter Immobilienmarkt. Grundlage des IMX sind über acht Millionen Immobilienangebote, die seit 2004 auf ImmobilienScout24 inseriert wurden. Monatlich kommen rund 150.000 neue Objekte hinzu. Die Datenbasis des IMX umfasst sämtliche Immobilientypen. Über eine Geocodierung sind alle Immobilien vollständig verortet und können ihrer Lage entsprechend exakt zugeordnet werden.

Für die Erstellung des Indexwertes werden sämtliche Rohdaten nach der hedonisch statistischen Wertermittlungsmethode normiert. Die entsprechenden Umrechnungsfaktoren werden dabei laufend unmittelbar aus dem Marktgeschehen statistisch abgeleitet und stellen somit den tatsächlichen Einfluss einzelner Zustandskriterien auf den Preis dar. Dies gilt sowohl für sich verändernde Lageeigenschaften als auch für objektbezogene Eigenschaften wie etwa das Baujahr. Hierdurch werden Verzerrungen, die durch eine bloße Mittelung der Daten entstehen kann, vermieden. Bei der Glättung der Daten arbeitet ImmobilienScout24 mit dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut (RWI) in Essen zusammen.

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