Die neue Dimension des Gleitlacks

Ein völlig neuer Gleitlacktyp, bei dem eine innovative Mikrokapseltechnologie eingesetzt wird, überzeugt durch überragende Lebensdauer
Wie aus dem Diagramm ersichtlich, kann durch die Anwendung der innovativen Mikrokapseltechnologie die Lebensdauer des neuen Gleitlacks im Vergleich zu konventionellen Gleitlacken verdreifacht werden (PresseBox) (Hagen, ) Wahrhaftig "Schmierung on demand" bietet das neue Gleitlackprodukt des Hagener Schmierstoffspezialisten BECHEM. Die in dem sogenannten Anti-Friction-Coating eingebundenen Mikrokapseln geben ihre gespeicherten Schmierstoffe erst nach einer gewissen Belastung frei - also dann, wenn Sie tatsächlich benötigt werden. An der Reibstelle entsteht hierbei ein leistungsstarker, geschlossener Schmier- bzw. Gleitfilm.

Gleitlacke, auch Anti-Friction-Coatings genannt, sind grifftrockene Schmierstoffe, die hinsichtlich ihrer Formulierung herkömmlichen Industrielacken gleichen. Sie enthalten üblicherweise Festschmierstoffe als Pigmente und Harze als Bindesystem. In dem neuen Gleitlacktyp kommt nun erstmalig die sogenannte Mikroverkapselung, wie man sie bislang z. B. bei Duftstoffanwendungen vorfindet, zum Einsatz. Hierbei sind nur unter dem Mikroskop zu erkennende, mit Schmierstoff befüllte, kugelartige Container in der eigentlichen Lackschicht eingebettet.

Das besondere ist, dass die befüllten Mikrokapseln ihre Schmierstoffladung erst an die Reibungs- bzw. Schmierstelle abgeben, wenn eine bestimmte Belastung eintritt. Ab diesem Moment baut sich ein Schmierfilm zwischen den zwei beteiligten Reibungspartnern auf.

Drei mal längere Lebensdauer

Das neue Schmierstoffprodukt besticht durch eine überragende Lebensdauer. Gegenüber den im Markt verfügbaren Hochleistungs-Gleitlacken, die auf der Zugabe von Festschmierstoffen basieren, weist der BECHEM Mikrokapsellack eine bis zu drei mal längere Lebensdauer auf. Das belegt der Hagener Schmierstoffhersteller mit den Ergebnissen vergleichender Untersuchungen auf dem Schwingreibverschleiß-Prüfstand (SRV-Test, vgl. Grafik).

Kein Verstauben der Schmierstelle

Dank der innovativen Mikrokapseltechnologie bleiben die Reib- bzw. Schmierstellen grifftrocken. Obwohl Flüssigschmierstoff zur Anwendung kommt, tritt durch die Feinverteilung des Schmierstoffs mit der Mikrokapseltechnologie kein Verstauben oder Verschmutzen der Schmierstelle auf.

Sehr gute Verarbeitbarkeit, vielseitig einsetzbar

Auf organische Lösemittel wurde bei der Formulierung bewusst verzichtet. Der Lack bietet eine hohe Arbeitssicherheit, da z. B. brennbare Lösemitteldämpfe nicht entstehen können. Eingebettet in einen wasserbasierten Lack lassen sich die Mikrokapseln gezielt an der zu schmierenden Stelle auftragen. Wie bei konventionellen Gleitlacken sind das Tauchen, Sprühen und die Massenschüttgutbeschichtung mögliche Aufbringungstechniken. Durch seine niedrige Trocknungstemperatur zeichnet sich das Produkt auch als ideales Beschichtungsmedium für temperaturempfindliche Kunststoffmaterialien aus. Das Anti-Friction-Coating kann gegebenenfalls für die jeweilige Anwendung farblich angepasst werden.

Mögliche Einsatzfelder des Hochleistungsschmierstoffs sind in der Automobilzulieferindustrie und bei Beschlagsherstellern zu finden, z. B.

- Schienensysteme
- Verstellspindeln
- Gleitersysteme
- Druckgussteile
- Gleitlager

aus Metall- und Kunststoff.

Gleitlackformulierungen, die auf anderen Rezepturen basieren, u. a. auch auf Lösemittelbasis, befinden sich in der Entwicklung.

Text zum Diagramm

Wie aus dem Diagramm ersichtlich, kann durch die Anwendung der innovativen Mikrokapseltechnologie die Lebensdauer des neuen Gleitlacks im Vergleich zu konventionellen Gleitlacken verdreifacht werden. Bei dem MoS2-Referenzlack kommt es schon nach wenigen Stunden zu Metall/Metall-Berührungen auch "Fresser" genannt. In der Praxis hieße dies, dass sich die geschmierten Teile nur noch schwer bewegen ließen und Schäden bei den Werkstoffen aufträten. Im Gegensatz dazu bietet der neue Gleitlack auf Mikrokapselbasis eine wesentlich längere Lebensdauer.

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