Erfolgreicher Start der ESA-Eismission Cryosat2

Hintze: "Klimasatellit Cryosat2 ist ein hervorragender Beweis für die deutsche Raumfahrtkompetenz"
(PresseBox) (Berlin, ) Die ESA-Eismission "Cryosat2" ist heute nachmittag vom kasachischen Baikonur aus erfolgreich gestartet. Sie wird in den nächsten drei Jahren aus einer Höhe von 700 km in bisher unerreichter Präzision Daten über Dicke und Ausdehnung der riesigen Eismassen an den Erdpolen liefern.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze, erklärte anlässlich des Starts: "Cryosat2 wird zahllose neue Klimadaten erheben. Sie sind entscheidend für das Verständnis des Klimasystems unserer Erde und damit für die Maßnahmen, die wir zum weltweiten Klimaschutz ergreifen müssen. Besonders freue ich mich, dass die deutsche Industrie und Wissenschaft einen ganz wesentlichen Anteil an der Cryosat-Mission haben. Cryosat2 ist ein hervorragender Beweis für die deutsche Raumfahrtkompetenz."

Astrium Deutschland als Hauptauftragnehmer hatte die Gesamtverantwortung für das 75 Millionen Euro teure Projekt und führte das internationale Industriekonsortium von 31 Firmen aus 17 Ländern, zu dem auch weitere deutsche Firmen, wie Eurospace, TESAT Spacecom, Xperion Aerospace und ZARM Technik gehören.

Staatssekretär Hintze: "Die Erdbeobachtung ist ein Grundpfeiler der deutschen Raumfahrtpolitik. Die deutsche Wissenschaft verspricht sich von der Cryosat-Mission neue grundlegende Erkenntnisse über das Abschmelzen der Eiskappen der Antarktis und Grönlands und auch über genauere Zusammenhänge zwischen dem Schmelzen des Polareis' und dem Anstieg des Meeresspiegels. Mein Dank gilt der hervorragenden Arbeit der Mitarbeiter im European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt. Die erfolgreiche Durchführung der heiklen Manöver in der kritischen Startphase ist ein guter Beweis für das beim ESOC, dem größten deutschen ESA-Standort, vorhandene technische Knowhow in der Satellitenmissionssteuerung. Diese Kompetenzen gilt es in Darmstadt zu halten und weiter zu stärken."

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