Fallbeschreibung "Meißner Porzellan"

Fallbeschreibung (PresseBox) (Ludwigsburg, ) Im Jahr 2008 hatten wir einen Auftrag. Die Schuldnerin wurde über ein Schreiben informiert, das wir eine titulierte Forderung aus dem Jahr 1984 in Höhe von 5.800 Euro geltend machen. Die Schuldnerin meldete sich natürlich nicht. Einen Telefonanschluß hatte die Schuldnerin auch nicht.

Es handelte sich um Warenlieferungen im Bereich Landwirtschaft. Alle 3 Jahre wurde die Schuldnerin zur Abgabe der EV vorgeladen und der zust. Gerichtsvollzieher hat diese Unterlagen zusammen mit der Schuldnerin bearbeitet. In der Akte waren 8 EV-Protkolle und die Aktendicke betrug ca. 20 cm.

Nach ca. 2 Stunden intensiven Aktenstudiums und Beschaffung von entsprechenden Wirtschaftsauskünften entschloss sich unser Chef hier den schwierigen Fall selbst in die Hand zu nehmen. Im Laufe der Woche fuhr er persönlich in den Schwarzwald, um mit der Schuldnerin zu sprechen. Die Schuldnerin war zu diesem Zeitpunkt bereits 94 Jahre alt.

In einem romantisch gelegenen Schwarzwaldort befand sich das abgelegene Haus der Schuldnerin ganz versteckt in einem Waldgebiet. Es war ein heruntergekommener alter Bauernhof. Im unteren Bereich des zweigeschossigen Gebäudes lebten viele Katzen und einige Hunde. Es roch unangenehm - bestialisch nach Tierkot und Urin.

Die Klingel funktionierte nicht, und ich habe nach der Schuldnerin am Hauseingang gerufen. Nach ca. 15 Minuten kam eine freundliche alte Dame die sehr gut meine Oma hätte sein können. Sie war anfangs skeptisch, distanziert aber äußerst schlagfertig. Ich habe ihr erklärt worum es ging.

Die Dame stellte sich erst auf Unwissen und teilte mit, Sie habe mehrmals in dieser Sache die eidesstattliche Versicherung abgegeben. Allerdings bin ich mit der Dame dann doch noch ins Gespräch gekommen. Nachdem wir uns eine Stunde über das Leben und die harten Schicksalsschläge unterhalten haben, bat mich die Dame ins Haus zu sich in das zweite Obergeschoss.

Allerdings musste ich erst durch einen höllisch stinkenden Bereich gehen und mich überwinden. Überall lag Katzen – und Hundekot, sogar auf den Treppenstufen. Der Geruch von Tierurin liegt mir heute noch in der Nase. Fürchterlich!!!!!

Bevor es in den anderen Bereich des Hauses ging, bat mich die alte Dame bitte die Schuhe auszuziehen. Sie selbst hat auch die Gummistiefel vor der Türe ausgezogen. Sie öffnete die Türe zu dem zweiten Stock und ich konnte es kaum fassen. Alles war sehr alt aber äußerst sauber und gepflegt. In diesem Bereich waren keine Tiere und nachdem die Türe geschlossen wurde...roch es sehr angenehm.

Die Schuldnerin kochte sofort Kaffee und deckte den kleinen Wohnzimmertisch. Daraufhin nachdem der Tisch eingedeckt war, tranken wir Kaffee und aßen gemeinsam herrlich schmeckende Plätzchen.

Nach genauerem betrachten des Geschirrs, konnte ich feststellen, es war handbemaltes originales Meißner Porzellan, welches mind. 80 Jahre alt war. In der Vitrine standen Tierfiguren und große Vasen, sowie Obstteller aus Porzellan, welche auf Nachfrage bei der Schuldnerin ebenfalls von Meißner waren. Sie sagte, alles noch von meiner Urgroßmutter. Ich verstand die Welt nicht mehr. Diese Sachen waren alle pfändbar und wurden nie gepfändet? Ich merkte aber auch, die Schuldnerin war sichtlich über meinen Mut überrascht mit ihr in den zweiten Stock zu kommen. Ich war sehr neugierig und fragte detailliert nach.

Die Antwort lautete, würden Sie jemandem Geld zahlen, wenn es nicht unbedingt sein muss?

Alle sind gekommen und wenn Sie ins Haus zu mir in den zweiten Stock sollten, dann sind sie schnell wieder gegangen...Sie waren der einzige der sich seit Jahren bis jetzt traute.

Nach zwei Stunden habe ich die Sache dann auf den Punkt gebracht. Die Schuldnerin fragte mich, was bekommen Sie von mir? Ich habe gesagt 5.800 Euro. Die Schulderin verschwand in ein anderes Zimmer und kam nach ca. 20 Minuten mit 58 Einhunderteuroscheinen zurück. Ich habe eine Quittung ausgestellt und der Schuldnerin übergeben.

Immer wenn ich in den letzten Jahren in dem kleinen Ort im Schwarzwald vorbeigekommen bin, habe ich die alte Dame besucht. Letztes Jahr ist sie leider verstorben.

Ein Gespräch von Auge zu Auge zeigt Ihnen immer den wahren Sachverhalt. Wenn jemand nichts zu verbergen hat, wird er dem Inkassomitarbeiter immer offen entgegentreten und die Sachlage darlegen.

Der Gläubiger hat sich übrigens über diesen Erfolg sehr gefreut und empfiehlt PKS-Inkasso seither stets weiter.

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