MiRNA-Signaturen zeigen vielversprechendes Potenzial als Biomarker für verschiedenste Krankheiten

Präsentation neuer miRNA-Biomarker auf der ESHG 2010
(PresseBox) (Heidelberg, ) Im Rahmen der vom 12.-15. Juni 2010 in Göteborg (Schweden) stattfindenden "42nd European Human Genetics Conference" (ESHG) sollen neueste Studienergebnisse vorgestellt werden, die das hohe Potenzial von sog. microRNAs (miRNAs) als Biomarker für verschiedenste Krankheiten belegen.

Verschiedene klinische Institutionen haben im Rahmen einer Forschungsinitiative schwere Erkrankungen wie Tumor-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionen untersucht. Das Biomarker Discovery Center (BDC) in Heidelberg bietet Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, Kandidaten für neue Biomarker in Genom und Transkriptom mit speziell angepassten Biochips sowie Next-Generation-Sequencing zu identifizieren.

Die technische Analyse und Bioinformatik der Proben wird von der Firma febit durchgeführt und ermöglicht den Forschern groß angelegte Studien mit Hunderten von Patientenproben für statistisch aussagekräftige Ergebnisse. Neu ist auch die Art der Untersuchung: Anstatt wie bisher die miRNA-Muster in betroffenen Organen und Biopsie-Gewebeproben zu studieren, analysieren febit und ihre Partner leichter zugängliche Blutproben. Daraus lassen sich später sehr viel einfacher Tests für die Routineanwendung entwickeln. Vergleicht man spezifische miRNA-Sets aus Blutproben von z.B. Krebspatienten mit denen von Nicht-Erkrankten, zeigen sich deutliche Verschiebungen in der Regulation der miRNAs. Diese veränderten Muster werden auch als "miRNA fingerprints" in Anlehnung an die Unverwechselbarkeit von Fingerabdrücken bezeichnet: der miRNA-Fingerabdruck der Krankheit.

Die kleinen, nicht-Proteinkodierenden miRNAs bilden einen Schwerpunkt in der Forschungsgemeinschaft des BMBFgeförderten BDCs. Die Ergebnisse, die mit Hilfe von febits miRNA-Assays erzielt werden können, sind überzeugend und könnten den Weg in die klinische Routinediagnostik finden, um dort gängige, wesentlich ungenauere Marker abzulösen.

Eindrucksvolle Ergebnisse aus der miRNA-Fingerprint-Forschung werden auf der ESHG z.B. für die Bereiche Lungenkarzinom, Eierstockkarzinom oder Multiple Sklerose von namhaften Wissenschaftlern, wie z.B. Dr. J. Hoheisel (DKFZ, Heidelberg), Dr. A. ElSharawy (Universität Kiel), Dr. A. Keller (BDC, Heidelberg), P. Stähler (febit gmbh) oder Dr. J. Wischhusen (Universitätsfrauenklinik Wuerzburg) in Postern bzw. Vorträgen vorgestellt.

Näherer Informationen erhalten Sie unter www.febit.com oder auf der ESHG an Stand B528.

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