Münchner eFA-Projekt startet Testphase mit Echtpatienten

Dr. Seibert, Stellvertretender Leiter Klinische Systeme, Städtisches Klinikum München GmbH (PresseBox) (Berlin, ) Der Marabu-Kunde Städtische Klinikum München GmbH (StKM) hat Ende 2008 als einer der ersten Klinikverbünde ein Pilotprojekt für eine elektronische Fallakte (eFA) gestartet, die auf den eFA-Spezifikationen Version 1.2 des Fraunhofer Instituts für Software und Systemtechnik (ISST) basiert. Die Anwendung soll zunächst zwischen dem StKM und einer definierten Anzahl klinikinterner und -externer medizinischer Nutzer den elektronischen Austausch medizinischer Dokumente in der integrierten Versorgung von Patienten mit Kolorektalkarzinomen ermöglichen. Seit März 2010 wird jetzt erstmals mit Echtpatienten gearbeitet, um auch den klinischen Ablauf im Umgang mit der Fallakte zu erproben.

„Momentan haben wir circa 20 Fallakten zu Kolorektalkarzinomen, die sehr viele unterschiedliche Dokumente beinhalten und allen an der Behandlung Beteiligten über ein gesichertes Online-Portal zur Verfügung gestellt werden. Das Verfahren entspricht vollumfänglich den Anforderungen des Landesdatenschutzes ohne auf einer speziellen Sonderlösung zu beruhen.“, berichtet Dr. Winfried Seibert, Stellvertretender Leiter Klinische Systeme im StKM. Bereits in der laufenden Testphase sei deutlich spürbar, dass der Ablauf zwischen klinikinternen und -externen Organisationen, die gemeinsam an einem Behandlungsfall arbeiten, schneller und transparenter geworden ist. Es zeigt sich, dass selbst mit einer einfachen Integration der Fallakte in das Digitalarchiv die stationären Dokumente ohne zusätzliche, manuelle Eingriffe den mit behandelnden externen Praxen zur Verfügung gestellt werden können.

Als Dokumentenarchiv für die Fallakten dient das PEGASOS Archiv der StKM GmbH. Über eine offene WebServices-Schnittstelle können klinikexterne Einrichtungen ihre Dokumente für eine Fallakte in das PEGASOS Archiv einstellen. Im Klinikum wurde die eFA von Marabu direkt in die PEGASOS Patientenakte integriert, um den Zugriff für die Anwender so einfach wie möglich zu gestalten. Dafür wurden die eFA-Autorisierungsmechanismen eingebunden und die Zuordnung der Fallakten zu den jeweiligen Patienten ermöglicht. Letzteres geschieht bisher manuell, solange es noch keine Gesundheitskarte gibt.

Nach der Zuordnung der Fallakten können berechtige Anwender direkt über die Patientensuche im klinischen Arbeitsplatzsystem auf die elektronische Patientenakte sowie die eFA-Dokumente zugreifen. Darüber hinaus können sie über entsprechende PEGASOS Funktionen automatisch und manuell Dokumente des Klinikums in die eFA einstellen und damit einfach und schnell für andere Berechtigte freigeben. Anders herum können auch Dokumente aus der eFA manuell in die PEGASOS Patientenakte des Klinikums übernommen und revisionssicher archiviert werden.

Bei einem weiterhin erfolgreichen Verlauf der Testphase mit Echtpatienten ist der Übergang in den Routinebetrieb zum Ende des Jahres 2010 geplant. Weitere Zukunftspläne der StKM GmbH beinhalten die Nutzung von „KV SafeNet“-Anmeldungen für die Anmeldung an den eFA Diensten sowie die Ausweitung der Fallakten-Nutzung auf andere Behandlungsfelder wie Herzkatheder, Dermatologie und integrierte Versorgung mit Ärztenetzen.

Kontakt

Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH
Sachsendamm 2-7
D-10829 Berlin
Sandra Hanke
Marketing & PR

Bilder

Social Media