INTERFORST 2010

Vorstellung der "Fäller-Bündler-Aggregate" / Vortrag zum Einsatz von FBA auf dem Unternehmerforum
(PresseBox) (München, ) In vielen Bereichen der Forstwirtschaft machen sich die Einflüsse der energetischen Holznutzung bemerkbar. Auch in der Forsttechnik ist dieser Trend zu erkennen. Harvesteraggregate waren bisher nahezu ausschließlich auf die Ernte von Nadelrundholz spezialisiert. Die gestiegene Nachfrage nach Energieholz führte zu einer Suche nach weiteren Nutzungsmöglichkeiten und Alternativen. So genannte "Restholzsortimente" wurden zu festen Bestandteilen der Holzernte. Möglich machte dies u. a. die Entwicklung so genannter "Fäller-Bündler-Aggregate". Über die Hälfte der klassischen Aggregathersteller hat inzwischen ihr Sortiment um dieses Produkt erweitert.

Einer der wesentlichen Unterschiede zum klassischen Harvesteraggregat ist zugleich ein großer Vorzug: das zweite Greiferpaar. Damit ist das Sammeln mehrerer Bäume mit nur einem Ausfahren des Krans möglich. Die bereits geernteten Stämme werden beim Weitergreifen mit dem zweiten Greiferpaar einfach fixiert. Weiterer Unterschied ist das Fehlen von Entastungsmessern, Vermessungssystem und Vorschubelementen. Die nicht vorhandenen Bestandteile führen zu einem deutlich niedrigerem Gewicht. Die Anforderungen an die Hydraulikleistung reduzieren sich erheblich. Im Bereich der Fällvorrichtung gibt es zur Zeit zahlreiche Varianten. Hersteller bieten ihre Geräte z.B. mit Scheren, Schwertern, Kreissägen, Kettensägen oder Frässcheiben an.

Die niedrigen Investitionskosten machen diese Spezial-Aggregate für Unternehmer interessant. Die Preise liegen zwischen 8.000 € und 30.000 €. Das geringe Gewicht ermöglicht den Anbau von Fäller-Bündler-Aggregaten an kleinere Trägerfahrzeuge. So können die Arbeitsbereiche von z.B. Forwardern erweitert und Erntekosten gesenkt werden. Die Zeitersparnis durch das gleichzeitige Ablegen mehrerer Bäume sowie die nicht durchgeführte Aufarbeitung macht auch die Bearbeitung von bisher nicht rentabel beerntbaren Beständen (z.B. Jungdurchforstungen, Läuterungen, Gassenanlagen) kostendeckend. Durch das neue Geschäftsfeld oder die Erweiterung eines bestehenden wird das innerbetriebliche Risikosplitting verbessert. FBA sind aber nicht nur im Forst einsetzbar. Sie werden auch zur Beerntung von Kurzumtriebsplantagen und Landschaftspflegeholz eingesetzt.

Weitere Arbeitsfelder für den Einsatz von FBA sind Gegenstand eines Unternehmerforums sowie dem Sonderschauteil des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) bei der INTERFORST 2010.

Über die INTERFORST

Internationale Messe für Forstwirtschaft und Forsttechnik mit wissenschaftlichen Fachveranstaltungen und Sonderschauen Die INTERFORST gehört zu den weltweit wichtigsten Fachmessen der Branche. Die im Vier-Jahres-Turnus stattfindende Veranstaltung präsentiert zukunftsweisende Technologien für die ganze Dimension von Holz und Forst und wird von hochkarätigen wissenschaftlichen Kongressen, Fachveranstaltungen, Sonderschauen und Foren begleitet. Die Messe zeigt die komplette Vielfalt der Branche von der Aufforstung über die Holzernte bis zum Sägewerk. Die Präsenz der Marktführer und die internationale Ausrichtung unterstreichen den Leitmesse-Charakter der INTERFORST. Die Aussteller- und Besucherzahlen der INTERFORST sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert. Die nächste INTERFORST findet statt vom 14. bis 18. Juli 2010 in den Hallen und auf dem Freigelände der Neuen Messe München. Die erste INTERFORST wurde im Jahr 1970 veranstaltet.


Über das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und wird von 2000 Mitgliedern getragen. Das KWF ist das Kompetenzzentrum für Waldarbeit, Forsttechnik und Holzlogistik in Deutschland und Europa. Es informiert und berät alle Akteure aus den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. Es steht allen als Ansprechpartner zur Verfügung. Das KWF konzentriert sich gemeinwohlorientiert und länderübergreifend auf die wichtigen Aufgaben der Zukunftssicherung, Unfallvermeidung und Umweltvorsorge. Damit ist das KWF beispielhaft für eine gemeinsame, arbeitsteilige, rationelle, und zukunftsweisende Aufgabenerledigung von Bund und Ländern. Das KWF prüft und zertifiziert als einzige bundesweit und länderübergreifend tätige Organisation Forsttechnik, forstliche Arbeitsmittel und Schutzausrüstung. Dabei vergibt es das begehrte KWF-Gebrauchswertzeichen, das KWF-Testzeichen, aber auch die DPLF- und GS-Zeichen. Das KWF vermittelt außerdem branchenübergreifend zwischen Forschung, Praxis und Industrie in den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. In diesen Bereichen steht es außerdem als Projektpartner zu Verfügung. Das KWF organisiert mit der KWF-Tagung die zweitgrößte Forst-Messe der Welt. Auf dieser gibt es einen Kongress, Fachexkursionen, Forstmaschinen- und Neuheitenschau. Zudem gestaltet das KWF Sonderschauen zu den Themen Forst und Holz, z.B. auch auf der INTERFORST. Am Firmensitz in Groß-Umstadt veranstaltet das KWF Fachforen, Seminare, Workshops und Expertengespräche zu aktuellen Themen aus der forstlichen Praxis.

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Gisela Hoffmann
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