Interkommunales Gewerbegebiet newPark in Datteln: Dortmund wird Gesellschafter

(PresseBox) (Dortmund, ) Die Schaffung neuer Arbeitsplätze hat für alle Städte in der Metropole Ruhr oberste Priorität. Hierbei gehen die Städte des nördlichen Ruhrgebiets jetzt einen neuen Weg. Im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit entsteht mit dem newPark auf dem Grenzgebiet zwischen Dortmund und Datteln ein neues Flächenangebot. Die Stadt Dortmund hat in dieser Woche den Ratsbeschluss vom 27. Mai 2010 umgesetzt und ist der Gesellschaft beigetreten.

Die Stadt Dortmund wird die Realisierung des Industrieareals newPark aktiv unterstützen und mitfinanzieren. Der Rat der Stadt Dortmund hat am 27. Mai 2010 entschieden, sich mit einem Gesellschaftsanteil von 15 Prozent an der newPark GmbH zu beteiligen. Am Montag unterzeichneten der Bürgermeister der Stadt Datteln Wolfgang Werner, der Kreisdirektor Roland Butz, der Geschäftsführer der WiN Emscher-Lippe GmbH Bernd Groß und der Kämmerer der Stadt Dortmund Jörg Stüdemann einen entsprechenden Vertrag zur Übergabe von Gesellschaftsanteilen an die Stadt Dortmund. Zielsetzung aller Projektbeteiligten ist es, großflächigen Industrieunternehmen im newPark einen attraktiven Standort in der Metropole Ruhr zu bieten und durch Unternehmensansiedlungen neue Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen. Durch den Beitritt erhöht sich die Zahl der direkt oder indirekt am newPark beteiligten Städte auf 22, die zusammen mit den beiden Kreisen Recklinghausen und Unna für die starke Verankerung dieses Projektes von landesweiter Bedeutung im Ruhrgebiet stehen.

Bisherige Gesellschafter der newPark GmbH:
- Stadt Datteln
- Kreis Recklinghausen
- WiN Emscher-Lippe Gesellschaft zur Strukturverbesserung mbH (vertritt 41 Gesellschafter, davon 12 Städte)
- Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen
- Stadt Lünen
- Stadt Olfen
- NRW.URBAN GmbH
- Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Kreis Unna mbH (Gesellschafter sind die 10 Städte im Kreisgebiet und der Kreis Unna)

Neuer Gesellschafter (seit 21.6.2010):
- Stadt Dortmund

Eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Flächenvermarktung und entwicklung mit Nachbarkommunen, hier mit der Stadt Datteln, ist ein sinnvoller Ansatz, die immer knapper werdende Ressource Industrieflächen regional anzubieten. Durch die Konzentration an einer Stelle können beteiligte Kommunen an dem Angebot partizipieren und es besteht für Dortmunder Bürgerinnen und Bürger die Chance, auch dort einen Arbeitsplatz zu finden. Durch die Entwicklung des Areals können mittelfristig wieder Industrieflächen für Produktionsunternehmen mit hohem Flächenbedarf angeboten werden.

Auf der LEP-VI-Fläche in Datteln will die newPark GmbH ein innovatives Angebot für flächenintensive industrielle Großvorhaben mit besonderer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes schaffen. Die Fläche wird nur für industrielle Betriebe und Betriebsverbünde, die im Endausbau mindestens 80 Hektar umfassen, bereitgestellt. In diesem Kontext kann es auch zu Ansiedlungen in der Größe von 3 bis 10 Hektar kommen, soweit es sich um Zulieferbetriebe handelt. "Es entsteht damit keine Konkurrenzsituation für Dortmund", betont Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat ermittelt, dass durch die Entwicklung von newPark 15.000 bis 23.000 neue Arbeitsplätze entstehen können, davon etwa 13.000 auf der newPark-Fläche Datteln/Waltrop.

Zurzeit wird die Realisierung von zwei Bauabschnitten auf einem ca. 200 Hektar großen Areal mit einer vermarktbaren Fläche von 136 Hektar auf Dattelner Stadtgebiet vorbereitet. Das Organisationsmodell sieht vor, dass die newPark GmbH unter maßgeblicher Beteiligung der Region als Gesamtträger des Projektes fungieren und damit Grunderwerb, Planung, Erschließung, Ausgleich und Ersatz sowie die Vermarktung der Flächen steuern soll. "Dies ist ein weiterer Baustein, mit dem wir den Ausbau der regionalen Kooperation fortsetzen. Wir haben schon einen gemeinsamen Gewerbeflächenpool, jetzt bekommen wir auch noch eine interessante Entwicklungsfläche hinzu, die uns hilft, das Angebotsportfolio zu erweitern", begründet Udo Mager das Dortmunder Engagement.

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Wirtschaftsförderung Dortmund
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Pascal Ledune
Pressesprecher
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