WILD produziert Zukunftstechnologie aus Übersee

Die Österreichische WILD GmbH fertigt für den US Konzern Christie Medical Holdings Inc. seit Juni 2010 VeinViewer® Vision, eine patentierte Technologie zum Sichtbarmachen von Blutgefäßen auf der Hautoberfläche.
VeinViewer Vision hilft medizinischem Fachpersonal, die beste Stelle für einen venösen Zugang oder eine Blutabnahme zu finden (PresseBox) (Völkermarkt, ) Die Angst vor Nadeln ist nicht nur bei Kindern, sondern auch bei vielen Erwachsenen nachvollziehbar. Studien belegen, dass Injektionen durchschnittlich 2,4 Mal, manchmal sogar bis zu 14 Mal angesetzt werden müssen, um die Vene des Patienten richtig zu treffen. Gerade bei älteren Menschen sowie Kleinkindern und Babys mit kleinen Venen, eingebettet in Babyspeck, tun sich selbst erfahrene Ärzte schwer, Blutgefäße mit der Nadel schnell und genau zu treffen. Bei Kindern muss manchmal am Fuß bzw. an den Kopfvenen gestochen werden. Eine Misere, die vielen Patienten dank des neuen VeinViewers schon bald erspart bleiben kann. Christie Medical Holdings Inc. präsentierte kürzlich die neue Generation des VeinViewers, den Vein Viewer Vision, der subkutane Venen findet und in Echtzeit zur Unterstützung der Venenpunktionsprozeduren auf die Hautoberfläche projiziert. Eine Venenpunktion ist das Durchstechen der Haut für eine medizinische Prozedur, wie das Legen eines venösen Zugangs oder eine Blutabnahme. Das Gerät zeichnet eine deutlich sichtbare digitale Landkarte der Blutgefäße auf jeden Hauttyp – unabhängig von Alter, Körperbau oder Hautfarbe des Patienten. Das erleichtert das Legen von Infusionen und reduziert Fehleinstiche um geschätzte 50%.

Gefertigt wird das vielfach ausgezeichnete High-tech-Gerät seit Juni 2010 in Völkermarkt / Kärnten. Der Optomechatronik-Spezialist WILD konnte sich im Zuge des kürzlich erfolgten Launch der neuen Generation des VeinViewers den Produktionsauftrag sichern. „Für uns alle ist es eine große Chance. Und es erfüllt uns mit Stolz, ein so komplex gestaltetes High-tech-Produkt, das weltweit zum Einsatz kommen wird, in Kärnten zu produzieren“, freut sich WILD-Geschäftsführer Mag. Thomas Jost über den ersten Kunden aus Nordamerika.

Stechen ohne Angst
VeinViewer Vision ist nach einer kurzen Einschulung des Anwenders einfach und rasch zu bedienen. Weniger Fehleinstiche und eine kürzere Zugangszeit reduzieren die Schmerzen und die Infektionsgefahr, zusätzlich den Zeitaufwand als auch den Materialeinsatz und damit die Kosten. Ein weiterer Vorteil: das lebhafte grüne Bild, das VeinViewer Vision zeichnet, bietet eine willkommene Ablenkung vom eigentlichen Venenpunktionsvorgang. Vor allem für Kinder wird die Behandlung erträglicher und sorgt für ein spannendes Science Fiction-Erlebnis. Nicht zuletzt deshalb wurde die VeinViewer-Technologie vom TIME Magazine als „eine der bemerkenswertesten medizinischen Erfindungen“ bezeichnet und erfährt weltweit viel Anerkennung.

Neuer VeinViewer® Vision setzt technologischen Meilenstein
„Im Vergleich zu den bisherigen Geräten gleicht die neue Generation des Vein¬Viewers einer technologischen Revolution“, erklärt Thomas Jost. „Das Gerät ist wesentlich kleiner und kompakter, wiegt nur mehr 25 anstelle der bisherigen 61 kg, ist batteriebetrieben und bietet mehr Bildgebungsmerkmale.“ Die optische Einheit des VeinViewer Vision ist mittels Schwenkarm auf einem fahrbaren Wagen montiert. Dadurch hat der Arzt beide Hände frei für die Behandlung und kann sich voll auf den Patienten konzentrieren, den sie niemals aus den Augen lässt.
Die Herausforderungen im Bereich Optik erforderten die Zusammenarbeit mit einem Produktionspartner wie WILD, der auf die speziellen Kundenanforderungen eingehen konnte. Die einzigartige One-Stop-Shop Philosophie, das lanjährige Optik Know-how und die Erfahrung im Bereich Überleitung von Prototypen zur Serienreife haben den Kunden aus Übersee dazu bewogen, einem österreichischen Unternehmen den Zuschlag zu geben. „Wir haben unter anderem die Serienüberleitung durchgeführt, Tests und Testvorrichtungen entwickelt sowie Lebensdauertests durchgeführt“, beschreibt Projektleiter Reinhard Pasterk die Bereiche, in denen die Erfahrung von WILD entscheidend war, um das innovative Gerät zur Serienreife zu bringen.

Aufbau und Funktion des VeinViewer® Vision
Der VeinViewer® verwendet eine Kombination aus Licht nahe dem ungefährlichen Infrarotbereich und einer patentierten Technologie zur Darstellung der verborgenen Gefäßstrukturen, die als Echtzeitbild projiziert werden und dem medizinischem Personal entscheidende Informationen liefern. Der Fortschritt bei dieser Gerätegeneration ist maßgeblich. Neu ist u.a. der „Invers-Modus“, der den Kontrast zwischen Venen und Hintergrund umkehrt und dem Anwender die zusätzliche Option bietet, das Bild nach Belieben anzupassen. Der “Resize-Modus” kann das Bild in drei unterschiedlichen Größen darstellen. Damit wird vor allem die Anwendung bei Säuglingen vereinfacht.

Das Einsatzspektrum des VeinViewers® umfasst medizinische Einrichtungen - angefangen von Pädiatrie, Neonatologie und Blutspendezentren über Intensivstationen bis hin zu Onkologieabteilungen. Damit steht Ärzten und Klinikpersonal eine sichere und nicht-invasive Technologie u.a. für die intravenöse Versorgung, Katheterlegung, Antibiotikagabe, Nährstoffversorgung, Venenpunktion, Blut- und Plasmaspende sowie zur Behandlung von Krampfadern und Besenreisern zur Verfügung. Studien zeigen, dass die Technologie die Anzahl von Versuchen, einen venösen Zugang zu legen, verringert. Das verbessert die Zufriedenheit von Patienten und hilft, unnötige Prozeduren zu vermieden, die mit einem höheren Risiko verbunden sind.

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Wildstraße 4
A-9100 Völkermarkt
Pressestelle WILD GmbH
Sabine Salcher & Andrea Patterer

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