Nach der WM ist vor der WM

Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist in Brasilien schon auf dem Platz
(PresseBox) (Kiel, ) Auch wenn Brasilien nicht Fußball Weltmeister geworden ist, wird sich in vier Jahren im größten südamerikanischen Land alles um das runde Leder drehen. Denn Brasilien ist Austragungsort für die kommende Fußball-Weltmeister-schaft. Und die Schleswig-Holsteiner sind die ersten auf dem Platz. Einige schleswig-holsteinische Unternehmen sind nämlich schon jetzt dabei, den brasilianischen Markt zu erobern. Dabei ist allein die Größe des Landes Grund genug, in Brasilien Fuß zu fassen. Immerhin ist das Land flächenmäßig und von der Bevölkerungszahl her das fünftgrößte Land der Erde. Die knapp 200 Millionen Einwohner sowie die seit Jahren aufstrebende Wirtschaft bieten schleswig-holsteinischen Firmen sehr gute Geschäftsmöglichkeiten – zumal „Made in Germany“ im Land am Amazonas einen hervorragenden Ruf genießt.

Auch für kleine und mittlere Unternehmen gibt es einen Steilpass für den Markteinstieg in Brasilien. Das Schleswig-Holstein Business Center (SHBC) der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) in São Paulo bietet einen optimal auf die Bedürfnisse von mittelständischen Firmen zugeschnittenen Service und ermöglicht damit einen effizienten und kostengünstigen Markteinstieg. Die WTSH betreibt das Büro in Kooperation mit der Deutsch-brasilianischen Auslandshandelskammer (AHK). Die Mannschaft vor Ort im SHBC São Paulo besteht aus erfahrenen brasilianischen Wirtschaftsexperten. Sie verfügen über gute Kontakte und stehen den Unternehmen zum Beispiel bei der Beschaffung von Marktdaten oder der Kontaktanbahnung zu brasilianischen Wirtschaft tatkräftig zur Seite. Wenige Monate nach dem Start des neuen Dienstleistungsangebotes sind bereits sechs Firmen aus Schleswig-Holstein Mitglied im SHBC. „Um in der Fußballsprache zu bleiben: Für uns ist das SHBC eine echte Torchance“, so Heino Prüß von der m-u-t AG in Wedel. „Mit seinen gefestigten Strukturen ist es für uns das perfekte Sprungbrett für den Einstieg in den brasilianischen Markt. Die Mitarbeiter sind Brasilianer, die nicht nur den heimischen Markt, sondern auch unsere deutsche Sprache, Kultur und Wirtschaft verstehen. Sie können so sehr gut zwischen beiden Welten vermitteln“, so Prüß weiter. Die m-u-t AG stellt Mess- und Kontrollsysteme her. Cecilia Matthiesen von der GLEICH Aluminiumwerk GmbH und Co. Kg in Kaltenkirchen verspricht sich viel von der Mitgliedschaft im SHBC: „Wir haben schon nach kurzer Zeit fest gestellt, dass die Auslese von potenziellen Geschäftspartnern, die von den SHBC- Mitarbeitern vor Ort getroffen wird, für uns besonders wichtig ist.“ Auch die BALVI GmbH aus Lübeck (Datenverarbeitung), die Wilhelm Schley GmbH und Co. KG aus Trittau (Hersteller für Metallerzeugnisse) und die EDUR Pumpenfabrik aus Kiel sind bereits Mitglied im SHBC Brasilien.

Der Großraum São Paulo ist mit seinen 20 Millionen Einwohnern nicht nur das wichtigste Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum Südamerikas, sondern darüber hinaus auch der größte zusammenhängende deutsche Industriestandort außerhalb Deutschlands. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 1.574.039 Millionen US Dollar (2009) gehört Brasilien inzwischen neben China und Indien zu den führenden Schwellenländern. Über den Wirtschaftsverbund Mercosur bietet Brasilien zugleich Zugang zu den Märkten Argentiniens, Paraguays, Uruguays, Venezuelas sowie den assoziierten Staaten Peru, Bolivien, Chile und Kolumbien. Grundlage für das anhaltende wirtschaftliche Wachstum Brasiliens ist die starke Binnennachfrage.
Weitere Infos unter: www.wtsh.de

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