Sammelbuchung bei Ansparabschreibung ist nicht zulässig

(PresseBox) (Berlin, ) Wird im Rahmen der Bilanz zunächst in einer Sammelbuchung eine Ansparabschreibung eingestellt und erst auf Nachfrage des Finanzamts vom Betriebsinhaber die anzuschaffenden Wirtschaftsgüter konkretisiert, was das anzuschaffende Wirtschaftsgut in der Buchführung verfolgbar macht, reicht dies steuerlich nicht aus. Nach den gesetzlichen Vorschriften muss grundsätzlich für jedes Wirtschaftsgut, das voraussichtlich angeschafft oder hergestellt werden soll, eine gesonderte Rücklage gebildet werden. Deshalb sind bei mehreren künftigen Investitionen die einzelnen Rücklagen in der Buchführung getrennt zu behandeln. Sammelbuchungen für mehrere Wirtschaftsgüter sind daher in aller Regel ausgeschlossen. Eine Sammelbuchung kann ausnahmsweise dann genügen, wenn die Anschaffung mehrerer vollkommen gleichartiger Wirtschaftsgüter geplant ist und aufgrund eines zusammen mit dem Jahresabschluss gefertigten Eigenbelegs eine exakte Zuordnung der Rücklage zu den einzelnen Wirtschaftsgütern möglich ist. Das Urteil betrifft zwar die Rechtslage vor 2008, hat aber für den neuen Investitionsabzug insoweit Bedeutung, weil auch hier grundsätzlich für jedes Wirtschaftsgut ein eigener Investitionsabzugsbetrag zu bilden ist.

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