Biowerkstoff Hiendl NFC® wird jetzt auch für Decksleisten im Drachenbootbau eingesetzt

Beispielhafte Zusammenarbeit zwischen dem Kunststoffverarbeiter Hiendl und dem Drachenbootbauer BuK
Drachenboot im Wettkampf  (Bildquelle: BuK GmbH) (PresseBox) (Bogen, ) Drachenboote gibt es bereits seit über 2000 Jahren. In den letzten 20 Jahren hat sich das Drachenboot von einem traditionellen asiatischen Festivalboot zu einem modernen Wettkampfboot entwickelt. Die BuK GmbH hat 1995 mit seiner modernen vermessbaren Drachenbootkonstruktion den Grundstein für diese rasante Entwicklung gelegt. Drachenbootsport ist mittlerweile eine international anerkannte Sportart. Neben den sportlichen Aspekten hat es sich der Internationale Drachenbootverband zur Aufgabe gemacht, eine Brücke zwischen dem traditionellen asiatischen Ursprung dieses Bootes und den modernen Ansprüchen einer modernen Sportart zu schlagen. Aus diesem Grund wurde eine strenge Spezifikation geschaffen. Neben den modernen Werkstoffen (GUP) sollen auch traditionelle Materialien in diesem Boot verarbeitet werden. So ist es ausdrücklich nicht erwünscht, die Decksleisten und Sitzbänke aus reinen Kunststoffen herzustellen.

Die bisher verwendeten Decksleisten wurden aus Mahagoni produziert. Eine 12,5 m lange Decksleiste musste bisher mindestens einmal mittig geschäftet werden, um die gewünschte Länge zu erhalten. Aufwendige Fräsarbeiten und eine anschließende Oberflächenbearbeitung bis zu einer mehrschichtigen Lasur ließen dieses Bauteil zu dem aufwendigsten Einzelteil am Drachenboot werden.

Mit Hiendl NFC® hat die BuK GmbH nun einen Werkstoff gefunden, der einerseits dem traditionellen Anspruch genüge tut. Diese moderne Decksleiste besteht zu 70% aus Holz und besitzt auch auf Grund der gewählten Farbgebung und der materialeigenen Struktur einen Holzcharakter. Andererseits ist sie mit allen modernen Eigenschaften ausgestattet, die eine optimale Verarbeitung und auch einen langen pflegearmen Einsatz unter härtesten Bedingungen garantieren.

Die Decksleiste wird aus Hiendl NFC®, einem Naturfaser-Verbundwerkstoff aus der eigenen Forschung und Entwicklung der H. Hiendl GmbH & Co. KG in Bogen/Bayern, gefertigt. Das Material besteht zu 70% aus Holzfaser und zu 30% aus Polypropylen. Mit einem Gewicht von 0,66 kg/m und den konstruktiv eingebauten Hohlräumen ist das Naturfaser verstärkte Kunststoffprofil leichter als das bisher verwendete Holzprofil. Im Vergleich mit den natürlichen Ausgangsstoffen, insbesondere Holz, überzeugen die Hiendl NFC® Werkstoffe durch ihre überlegene Formbarkeit. Sie weisen verfahrensbedingt bereits gebrauchsfertige Oberflächen auf, d. h. Lackieren oder Beschichten kann entfallen. Profile aus Hiendl NFC® können durchgängig farbig extrudiert werden. Das Decksleistenprofil stellt zudem eine besondere Anforderung an die Fertigung, die der Biowerkstoff im Gegensatz zu konventionellen Kunststoffen hervorragend erfüllt. Die extrem unterschiedlichen Wandstärken im Profil können mit reinen unverstärkten Polymeren nicht erreicht werden. Der Kunststoff schrumpft an den dickeren Stellen und erzeugt dadurch Einfallstellen und unebene Oberflächen. Der Verstärkungsstoff verhindert das Einfallen und die Oberflächen bleiben eben und schön.

Die Vorteile der neuartigen Decksleiste liegen auf der Hand. Die Leiste kann in der gewünschten Überlänge, im gewünschten Querschnitt und in der gewünschten Farbgebung und Oberflächengüte im Extrusionsverfahren hergestellt werden. Schäftungen, Fräsungen und eine Oberflächennachbearbeitung entfallen dadurch. Zudem sind die Leisten aus dem neuartigen Biowerkstoff stabiler und gleichzeitig leichter als herkömmliche Holzleisten. Sie sind weniger anfällig für Paddelschläge und Feuchtigkeit. Dieser Fakt reduziert den bisher notwendigen jährlichen Pflegeaufwand nach praktischem Einsatz faktisch auf Null.

Mit Hiendl NFC® ist der BuK GmbH ein Werkstoff an die Hand gegeben, der auf beeindruckende Weise nicht einfach nur durch besondere moderne Eigenschaften überzeugt, sondern ebenso auch die speziellen traditionellen und praktischen Erfordernisse einer exotischen Sportart erfüllt. Besser kann man Tradition und Moderne nicht miteinander verbinden.

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