Synergie durch Blended-Learning

von Bernd Stelzer, Berufspädagoge, Waldkappel
(PresseBox) (Waldkappel, ) In der beruflichen Weiterbildung haben sich Blended-Learning-Systeme längst etabliert. Bei der Entscheidung für Blended-Learning stehen meistens Kostenüberlegungen im Vordergrund. Die didaktischen Vorteile, die von großer Bedeutung sein können, werden meist nicht erkannt. Ziel des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Können, wobei Können ohne Wissen nur schwer zu erreichen ist. Die Annahme, dass durch Wissensvermittlung automatisch Können entsteht, konnte vielfach widerlegt werden. Moderne und effiziente Weiterbildung braucht deshalb sowohl die Wissensvermittlung als auch das anschließende Handlungslernen, in dem sich neue Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln können. Handlungslernen heißt, etwas zu tun, was man noch nicht kann oder nach dem Lernprozess etwas besser zu können als vorher. Mediengestütztes Lernen der alten Generation widmet sich fast ausschließlich der Wissensvermittlung und dem Verstehen neuer Lerninhalte. Handlungslernen ist mit e-Learning-Programmen und Online-Seminaren nur ganz begrenzt möglich. Hohe Lerneffizienz kann mit diesen Systemen nur erreicht werden, wenn Präsenzseminare folgen, die sich auf Handlungslernen konzentrieren und in Form des entdeckenden Lernens durchgeführt werden. Der Vorteil gegenüber von reinen Präsenzveranstaltungen besteht darin, dass Lernkontrollen, die sich auf Wissen und Verstehen beziehen, gezielter und effektiver durchgeführt werden können. So kann gesichert werden, dass Lerner mit dem entsprechenden Wissen und Verständnis an einem Präsenzseminar und am Handlungslernen teilnehmen und dort als wissenshomogenere Gruppe auftreten und damit der Erfolg des Präsenzseminares deutlich steigt und deutlich mehr neue Fähigkeiten und Kompetenzen entwickelt werden. Die klassische Ansicht, für Weiterbildung im Soft-Skill Bereich eigne sich mediales Lernen kaum, muss aufgegeben werden, weil gerade durch geeignete Blended-Learning-Systeme in diesem Bereich deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden können. Die moderne Weiterbildung richtet sich mehr und mehr auf die Entwicklung von Kompetenzen aus. Kompetenzentwicklung setzt jedoch in aller Regel, Veränderungen bei den Werten und der innerer Haltungen voraus. Um diese Zielsetzung zu erreichen, bedarf es eines regelmäßigen und intensiven Austausches der Lerner. Social Learning wird somit zu einem wichtigen Element in der Weiterbildung ohne das Kompetenzentwicklung kaum funktionieren kann. Der regelmäßige lernbezogene Austausch ist ohne Medien kaum möglich. Deshalb sollten Belended-Learning Systeme die möglichkieten schaffen, dass Erfahrungen und Meinungen gezielt ausgetauscht werden können. Hierzu bieten sich vor allem Foren, Chats, WiKis und Blogs an. Kompetenzentwicklung, in effizienter Form, ist demzufolge ohne die Nutzung geeigneter Blended-Learing-Systeme sehr schwierig, zeitaufwendig und teuer. Ein weiterer wichtiger Effekt der Nutzung von Blended-Learning-Systemen ist die sehr gezielte Entwicklung der Lerner in ihrer Selbstlernkompetenz, die sich als eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts herausgestellt hat.

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