300 Redakteure demonstrieren in Hamburg

Qualitätsjournalismus statt Billigtarife / Gemeinsame Pressemitteilung DJV/ver.di
(PresseBox) (Hamburg, ) Mehr als 300 Redakteurinnen und Redakteure aus Hamburg und Niedersachsen haben am Dienstagmittag in der Hamburger Innenstadt gegen schlechtere Arbeitsbedingungen demonstriert. Das Motto: Für Qualitätsjournalismus - gegen Billigtarife.

Sie protestierten gegen die Position der Zeitschriften- und Zeitungsverleger, die in den laufenden Tarifverhandlungen für über 20.000 Redakteurinnen und Redakteure eine massive Verschlechterung der journalistischen Arbeitsbedingungen fordern. U.a. wollen die Verleger das Jahresgehalt kürzen und die Arbeitszeit verlängern.

"Qualitätsjournalismus ist der Schmierstoff der Demokratie", sagte DJV-Hauptgeschäftsführer Kajo Döhring. "Der Journalismus droht angesichts der von den Verlegern geforderten Kürzungen massiv Schaden zu nehmen."

"Wenn es eine Medienkrise gibt, dann ist es der Umgang der Verleger mit Redakteuren, Angestellten und technischen Beschäftigten", erklärte Martin Dieckmann, ver.di Fachbereichsleiter.

Zu der Demonstration hatten der Deutsche Journalisten Verband (DJV, Landesverbände Hamburg und Niedersachsen) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di, Landesbezirke Hamburg und Nord) aufgerufen. An der Aktion beteiligten sich Redakteurinnen und Redakteure aus den Hamburger Medienhäusern und ihre Kollegen aus niedersächsichen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen.

Der Schauspieler Rolf Becker präsentierte in einer Zitat-Collage Stellungnahmen namhafter Journalisten und Wissenschaftler zum Tarifkonflikt.

Die Tageszeitungstarifverhandlungen werden morgen, 4. Mai, in Dortmund fortgesetzt. An der Aktion beteiligten sich aus Solidarität auch Verlagsangestellte.

Kontakt

Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
Charlottenstr. 17
D-10117 Berlin
Stefan Endter
Geschäftsführer
Martin Dieckmann
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirke Hamburg und Nord Fachbereich Medien, Kunst und In
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