Turbolader für Supercomputer

Weiterer Schritt zum energiesparenden Höchstleistungsrechnen am Jülicher Supercomputing Centre
(PresseBox) (Jülich, ) Am Jülich Supercomputing Centre (JSC) startete jetzt das neue GPU-Computing-Cluster JUDGE (Juelich Dedicated GPU Environment). Das Cluster besteht aus 54 IBM iDataPlex-Knoten, die 108 Grafikprozessoren vom Typ NVIDIA Tesla M2050 unterstützen. JUDGE eignet sich besonders für rechenintensive Datenanalysen in Biologie, Medizin und Umweltforschung.

Mit dem Einsatz von Grafikprozessoren lässt sich die Leistung von Computern enorm steigern, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Supercomputer der Zukunft. "Nur mit entsprechenden Technologiesprüngen kann die derzeitige Spitzenleistung von Supercomputern von etwa einem Petaflop pro Sekunde bis Ende des Jahrzehnts um den Faktor 1000 auf ein Exaflop pro Sekunde gesteigert werden", sagt Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre. Ein Exaflop steht für eine Trillion Rechenoperationen - eine Eins mit 18 Nullen.

Das Jülicher JUDGE-System ist ein Hybridrechner. Es besteht aus herkömmlichen Prozessoren, die durch Graphikprozessoren verstärkt werden. Mit JUDGE soll eine Vielzahl von Anwendungen auf höchste Leistung hin optimiert werden. Neben Datenanalysen und Simulationen auf großen Sequenzen von Datensätzen im Bereich der Biologie und Gehirnforschung soll JUDGE sogenannte Ensemble-Simulationen in der Klima- und Atmosphärenforschung vorantreiben.



Das JUDGE-Cluster basiert auf 54 IBM-iDataPlex-Serverknoten mit jeweils zwölf Rechenkernen und 96 GB Hauptspeicher, sowie jeweils zwei Tesla-M2050-Grafikprozessoren von NVIDIA. IBM iDataPlex ist ein System, das Energie-, Kühl- und Platzbedarf reduzieren kann.

Aus der Zusammenarbeit von IBM und JSC sind bereits einige der energieeffizientesten und leistungsstärksten Supercomputer der Welt hervorgegangen. Sie kooperierten beim Supercomputer QPACE, der durchgängig einen Platz in den Top 10 der Green500-Liste der energieeffizientesten Supercomputer belegt, und bei JUGENE, der auf Blue Gene/P basiert und mit einer Spitzenleistung von mehr als 1 Petaflop/s einer der schnellsten Rechner Europas ist.

"Da beide ihr Hauptaugenmerk auf die Entwicklung kompakter Systeme mit bisher unerreichter Leistung und Energieeffizienz legen, ergänzen sich das Forschungszentrum Jülich und IBM auf ideale Weise", sagt Martin Hiegl, Teamleiter im Bereich Deep Computing Sales bei IBM Deutschland. "In Verbindung mit den anderen leistungsstarken Supercomputern des JSC stellt das neue JUDGE-Cluster sicher, dass Deutschland flexibel genug ist, eine große Bandbreite wissenschaftlicher und technischer Herausforderungen in Angriff zu nehmen."

"Das Cluster JUDGE ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Rechner weiterentwickeln müssen, wenn wir das Ziel des Exascale-Computing erreichen wollen. Und das nicht nur im Hinblick auf die Leistung, sondern auch auf Stromverbrauch und Energieeffizienz", so Stefan Krämer, Verkaufsleiter im Bereich Hochleistungsrechnen (HPC) bei NVIDIA. "Pilotprojekte wie JUDGE spielen in diesem Prozess eine entscheidende Rolle und sind ein wesentlicher Schritt auf dem Weg hin zu Hybridrechnern."

Informationen zum Jülich Supercomputing Centre: http://www.fz-juelich.de/...

Informationen zur JUGENE: http://www2.fz-juelich.de/...

Informationen zu QPACE: http://www.fz-juelich.de/...

Das Forschungszentrum Jülich betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung, stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart und entwickelt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für morgen. Hierbei konzentriert sich die Forschung auf die Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Einzigartige Expertise und Infrastruktur in der Physik, den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie und im Supercomputing prägen die Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Mit rund 4 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas.

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