Tarifrunde abgebrochen - Wie geht es weiter?

Warnstreik von Journalisten in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann (PresseBox) (Berlin, ) Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sind am gestrigen 4. Mai in Dortmund nach rund vier Stunden ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hatten in der Verhandlungsrunde die Gewerkschaften DJV und ver.di nach einer klaren Antwort auf die Verlegerforderung nach einem Tarifwerk für Berufseinsteiger gefragt. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring und sein ver.di-Kollege Frank Werneke sagten unisono, dass ein Dumping-Tarifvertrag für Junge mit ihnen nicht zu machen sei. Er würde im Lauf eines Redakteurslebens 30 Prozent weniger Einkommen bedeuten. Zu Zugeständnissen oder gar einer Abkehr von ihrem Sparwahn waren die Verleger nicht bereit.

Nicht nur bei Berufseinsteigern wollen die Verleger sparen, auch die jetzt beschäftigten Redakteurinnen und Redakteure wären betroffen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen auf ein Monatsgehalt reduziert werden, für die nächsten drei Jahre soll es kaum Gehaltszuwächse geben. So stellen sich die Verleger den Journalismus der Zukunft vor.

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Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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D-10117 Berlin
Hendrik Zörner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
E-Mail: zoe@djv.de

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