"Wir brauchen Mut zur Zukunft"

Appell von Kirchen, Sozialverbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften / Aufruf "Für Bonn" an Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch überreicht
(PresseBox) (Bonn, ) Wirtschaft und Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbände haben heute einen gemeinsamen Aufruf "Für Bonn" an Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch überreicht. "Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung aller, um die Lähmung aufzuheben, um den Nebelschleier von der Stadt zu ziehen und wieder zu der gemeinsamen Motivation zurückzufinden, die zum Gelingen des besonderen Strukturwandels dieser Stadt beigetragen hat. Wir brauchen eine nachhaltige Form der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft, um einen gesellschaftlichen Konsens über die strategische Ausrichtung der Stadt zu erzielen. Ein derartiger Konsens gibt den zum Handeln Berufenen den erforderlichen Mut und Rückhalt zur Umsetzung", heißt es im Aufruf unter Bezug auf die aktuelle Situation in der Bundesstadt. Unterzeichner des Aufrufes sind Stadtdechant Wilfried Schumacher, Superintendent Eckart Wüster, Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider, Ulrich Hamacher als Vorsitzender für die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in der Stadt Bonn, Andreas Kossiski für den DGB sowie Michael Swoboda für die IHK Bonn/Rhein-Sieg.

Die Unterzeichner setzen sich in ihrem Aufruf kritisch mit der derartigen Lage auseinander: "Vieles wurde auf den Weg gebracht, der Strukturwandel war bisher erfolgreich, Telekom-Zentrale, Posttower und Rheinbogen sind sichtbare Belege. Dieser Strukturwandel ist ins Stocken geraten. Es entsteht der Eindruck, dass es nicht vorangeht; fast wirkt die Stadt wie gelähmt. Zurückzuführen ist das wesentlich auf das Projekt World Conference Center Bonn. Die bei der Umsetzung dieses Projektes gemachten Fehler und Versäumnisse gefährden die städtischen Finanzen, beschädigen den Ruf der Stadt und vergiften das innerstädtische Klima."

Dies dürfe aber kein Grund sein, um alle Zukunftsaktivitäten in der Stadt ad acta zu legen: "Bonn braucht eine Vision als Wegweiser seiner Entwicklung, als Perspektive für das politische und gesellschaftliche Handeln. Ausgangspunkt einer Initiative oder eines Appells "Für Bonn" können die fünf Säulen sein, die Grundlage des erfolgreichen Strukturwandels in den vergangenen Jahren waren." Gefragt sei eine Initiative, die darauf ziele, das gesellschaftliche Leben in der Stadt gemeinsam aktiv anzupacken und zu gestalten. Gefragt sei eine politische Kultur in dieser Stadt, die Probleme konstruktiv angehe und lösen lasse und dabei den Mut habe, Verantwortung zu übernehmen. Im Appell heißt es weiter: "Wir rufen alle Bonnerinnen und Bonner auf, beteiligen Sie sich an der Diskussion um die Zukunft unserer Stadt und unseres Gemeinwesens. Fordern und fördern Sie Chancen der Mitwirkung und Initiativen. Nehmen Sie die Politikerinnen und Politiker im Rat beim Wort - sie haben mit ihrem Wahlmandat einen Gestaltungsauftrag übernommen, den es nun einzulösen gilt."

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Bonner Talweg 17
D-53113 Bonn
Claudia Engmann
IHK Bonn/Rhein-Sieg
Abteilung Hauptgeschäftsführung/Öffentlichkeitsarbeit
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