„Die ALCAS (Advanced Low Cost Aircraft Structures) CFK Türrahmenstruktur - vom Entwurf bis zur finalen Testkomponente“

Dr.-Ing. Markus Kleineberg, Leiter Faserverbundtechnologie des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), präsentiert aus-gewählte Inhalte des Projektes ALCAS am 07. Juni auf der 5. Internationalen CFK-Valley Stade Convention.
Dr.-Ing. Markus Kleineberg, DLR e.V. (PresseBox) (Stade, ) Auch wenn derzeit nicht in Frage gestellt wird, dass endlosfaserverstärkte Kunststoffe ein außergewöhnliches Potential zur Steigerung der Gewichtseffizienz besitzen, ist die Frage der Konkurrenzfähigkeit insbesondere unter Einbeziehung der Produktion und der Montage noch nicht vollständig beantwortet. Die Montage von Faserverbundbauteilen erfolgt typischerweise durch Verschrauben oder Vernieten, was wiederum bedeutet, dass neben der eigentlichen Laminatqualität auch die geometrische Präzision von entscheidender Bedeutung ist.

Integralstrukturen wie die im Projekt ALCAS entwickelte Türumgebungsstruktur haben den Vorteil, dass Montagearbeiten und die entsprechend notwendigen Funktionsflächen erheblich reduziert werden. Demgegenüber steigt allerdings das Fertigungsrisiko, da auch kleine Fehlstellen die Verwendungsfähigkeit der gesamten Strukturkomponente in Frage stellen können.

Die im Projekt ALCAS gewählte Vorgehensweise beinhaltet die Ausarbeitung unterschiedlicher Optionen, die anschließend anhand der projektspezifischen Randbedingungen evaluiert wurden. Zu den Inhalten gehörte die Ausarbeitung eines globalen konstruktiven Entwurfes, die Entwicklung eines Preformkonzeptes, die Definition der erforderlichen primären und sekundären Formwerkzeuge und abschließend die Auswahl einer geeigneten Infusions-, Aushärtungs- und Entformungsstrategie.

Zur Validierung des gewählten Ansatzes wurde die integrale Türumgebungsstruktur auf einer Hautschale montiert und unter typischen Lasten strukturell getestet. Im Rahmen des Projektes konnte gezeigt werden, dass heutzutage auch ambitionierte Faserverbundkomponenten realisiert werden können, an denen sich die Umsetzbarkeit der Konstruktion und des Fertigungskonzeptes demonstrieren lässt. Zur Maximierung der Konkurrenzfähigkeit in Bezug auf Kosteneffizienz und Leistungsfähigkeit ist es allerdings dringend erforderlich, alle Disziplinen, beginnend mit der Systeminstallation, über die Auslegung und Konstruktion bis hin zur Fertigung und Zertifizierung, miteinander zu harmonisieren.

Der gesamte Vortrag von Dr. Kleineberg ist am 07. Juni, 10:15 Uhr, zur
5. CFK-Valley Stade Convention zu hören. Eine Programmübersicht der 1,5 tägigen Vortragsreihe steht zum Download unter: www.cfk-convention.com zur Verfügung und kann per eMail bei info@cfk-convention.com angefordert werden.

Für die Veranstaltungsteilnahme ist eine schriftliche Registrierung bei der CFK-Valley Stade Convention GbR erforderlich, der Anmeldeschluss ist der 21. Mai. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Alle Information und Anmeldeformulare für interessierte Aussteller und Teilnehmer stehen unter www.cfk-convention.com zur Verfügung.

Die seit 2006 jährlich stattfindende Convention konnte sich als das Expertenforum der CFK-Branche etablieren und gilt heute als zentraler Treffpunkt. Mehr als 450 Fachteilnehmer, darunter Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik besuchten die CFK-Convention 2010.

Kontakt

CFK-Valley Stade Convention GbR
Ottenbecker Damm 12
D-21684 Stade

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