Burgbacher: Fachkräftemangel angehen - deutsche Hochqualifizierte aus dem Ausland zurückgewinnen!

(PresseBox) (Berlin, ) Was können wir vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels tun, um auch die im Ausland lebenden Deutschen für den hiesigen Arbeitsmarkt zurück zu gewinnen? Diese Frage hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, heute mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Eingeladen waren die Personalverantwortlichen von DAX- und MDAX- Unternehmen, von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Experten aus der Wissenschaft, darunter Vertreter der German Scholars Organization (GSO) und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW).

Staatssekretär Burgbacher: "Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist aktuell und auch in Zukunft eine große Herausforderungen. Wenn die deutsche Wirtschaft weiter so wettbewerbsfähig bleiben und ihre guten Wachstums- und Beschäftigungszahlen halten will, braucht sie entsprechend viele gut qualifizierte Arbeitskräfte. Unternehmen vieler Branchen klagen schon heute darüber, dass sie das benötigte Personal nicht finden und Stellen sogar unbesetzt lassen müssen. Laut Experten wird sich diese Tendenz in Zukunft weiter verstärken. Ein wichtiges Element zur Sicherung des Fachkräftebedarfs ist auch die Rückgewinnung von deutschen Fachkräften aus dem Ausland. In diesem Bereich schlummert eine Menge Potenzial, das wir mit dieser Initiative neu erschließen wollen"

Die Bertelsmann-Stiftung hat ermittelt, dass Deutschland - allein innerhalb Europas - jährlich 1.500 hochqualifizierte Wissenschaftler und Führungskräfte netto abgibt. Nach Schätzungen der GSO arbeiten mindestens 200.000 hochqualifizierte Deutsche derzeit in den USA, der Schweiz und Europa.

Staatssekretär Burgbacher: "Grundsätzlich ist es erfreulich, dass unsere Fachkräfte im Ausland einen Spitzenruf genießen. Entscheidend ist aber: Wir müssen diesen Erfahrungsschatz dann auch nutzen. Deshalb müssen wir Rückkehrern aus dem Ausland eine Brücke bauen. Mit dem heutigen Gespräch möchte ich einen Anstoß dafür geben, die Rückgewinnung deutscher Fach- und Führungskräfte aus dem Ausland verstärkt anzugehen. Dazu brauchen wir zum Beispiel mehr Transparenz über Angebote und Chancen für Rückkehrwillige, eine aktive Unterstützung von Rückkehrern zum Beispiel bei der Wohnungssuche oder mit Jobangeboten für den Partner und eine offensivere Sammlung und Verbreitung von guten Erfahrungen und Beispielen zur Rückgewinnung von Fachkräften. Zudem müssen alle verantwortlichen Akteure stärker kommunizieren, wie attraktiv Deutschland ist. Wir haben viele Trümpfe in unserem Blatt, die wir noch aktiver ausspielen sollten!"

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat bereits wichtige Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs auf den Weg gebracht: Im Oktober letzten Jahres wurde der Ausbildungspakt bis 2014 verlängert, 2011 werden 15 Ausbildungsberufe modernisiert, Ende des Jahres werden ausgewählte Strategien für KMU zur Fachkräftesicherung im MINT-Bereich vorgestellt. Um Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt zu integrieren, hat das Bundeskabinett am 23. März ein Gesetz für eine bessere Anerkennung ausländischer Qualifikationen beschlossen. Das BMWi unterstützt das mit einem entsprechenden Informationsportal, das derzeit aufgebaut wird.

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Jennifer von Rymon-Lipinski
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