DBU fördert Verfahrensentwicklung zur Aufbereitung von Holzgas bei HAASE Energietechnik mit 584.000 €

Mehr Energie aus Holzgas
Die Realisierungsphase wurde am 10. Mai in Neumünster mit der Übergabe des Bewilligungsbescheids durch Herrn Schötz von der DBU eingeleitet.v.l.n.r.: Dirk Schötz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Dr. Ralf Kriegel (Fraunhofer-Institut IKTS Hermsdorf), Dr. Dorith Böhning (TU Dresden),Dr. Michael Müller (Forschungszentrzum Jülich),Jens Glüsing (HAASE) Bild: Ziehm, Holsteinischer Courier (PresseBox) (Neumünster, ) Mit insgesamt 584.000 € fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Forschungsprojekt zur Aufbereitung von teerhaltigem Gas, das bei der Holzvergasung entsteht. HAASE Energietechnik, Neumünster, entwickelt dafür ein neues Verfahren in Zusammenarbeit mit der TU Dresden, dem Fraunhofer Institut IKTS sowie dem Forschungszentrum Jülich. Es handelt sich bei einem Fördervolumen von insgesamt 584.000 € um eines der großen Förderprojekte der DBU mit einer Laufzeit von 2 Jahren, 2011/2012. Die Phase der Voruntersuchung wurde bereits 2009/2010 gefördert und ist erfolgreich abgeschlossen.

Am 10. Mai 2011 fiel der Startschuss für die 2. Projektphase: den Bau und die Erprobung einer Versuchsanlage neben dem bereits existierenden Holzvergaser an der TU Dresden. HAASE Energietechnik koordiniert das Projekt und baut die technische Anlage, deren Prototyp im September 2011 in Betrieb gehen soll.

Teer energetisch nutzen statt entsorgen

Erforscht wird ein Katalysator- und Sauerstoffträgersystem, welches den energiereichen Teerinhalt im Holzgas umsetzt in Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan. Das Ergebnis ist ein heizwertreiches Gas, das zusammen mit dem gereinigten Holzgas in einem Blockheizkraftwerk mit Gasmotor verstromt werden kann. Bisher ist es üblich, den Teeranteil aus dem Holzgas auszufiltern und als Sondermüll zu entsorgen, weil er die Gasmotoren verklebt. Durch die energetische Nutzung des Teers nach dem neuen Verfahren wird aus jedem Kubikmeter Holzgas mehr Energie nutzbar gemacht, was zu einer Effizienzsteigerung von Holzgasanalgen führt und gleichzeitig die sonst erforderlichen Entsorgungskosten für den Teer einspart.

Beitrag zur Schließung der "Atomlücke" mit regenerativer Energie

Eine höhere Energieausbeute aus dem regenerativen Energieträger Holz - damit leistet das Verfahren zukünftig einen Beitrag zur Schließung der "Atomlücke" in der deutschen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Jeder Beitrag an dieser Stelle hilft auch, die deutsche Energiewirtschaft ein Stück weit unabhängiger von Importen zu machen.

Im Gegensatz zur BTL-Technologie (Biomass-to-liquid), bei der aus Holz in großindustriellem Maßstab an zentralen Standorten Kraftstoff hergestellt werden soll, eignet sich das neue HAASE Verfahren für den dezentralen Einsatz, etwa im Maßstab von Biogasanlagen. Auch BTL befindet sich derzeit noch in der Entwicklung.

Innovation am Standort Schleswig-Holstein

Die Entwicklung innovativer gastechnischer Verfahren hat bei HAASE Energietechnik eine über 30-jährige Tradition. So hat das Unternehmen aus Schleswig-Holstein unter anderem den Stand der Technik bei Hochtemperatur-Verbrennungsanlagenfür Deponiegas (Fackelanlagen) geprägt und mit der VocsiBox® (RTO-Technologie) den "Null-Emissions-Standard" bei der Schwachgas- und Abluftbehandlung gesetzt.

Kontakt

BMF HAASE Energietechnik GmbH
Oderstraße 76
D-24531 Neumünster
Telefon: 04321 / 878-0
Ursula Packhäuser
PR/Werbung
Dr. Niels Ruhe

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