Augen auf bei den Austragsleistungen

(PresseBox) (Berlin, ) Erst kürzlich haben wir Sie darüber informiert, dass sich die Finanzverwaltung intensiv mit der tatsächlichen Durchführung von Hofübergabeverträgen und den darin vereinbarten Austragsleistungen auseinandersetzt. Den Appell müssen wir nun erneuern, da in jüngster Zeit mehrere Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) die steuerlichen Risiken hier eklatant aufgezeigt haben. Die obersten Finanzrichter bleiben bei ihrer Tendenz, Verstöße gegen den tatsächlichen Vollzug in der vertragsgemäßen Bezahlung oder Erbringung von Versorgungsleistungen so massiv zu bestrafen, dass der Sonderausgabenabzug nicht nur in der geprüften Zeit, in der die Fehler passiert sind, geahndet wird. Der BFH hebt hervor, dass bei massiven Verstößen eine generelle Aberkennung der gesamten Versorgungsleis­tungen die Folge ist, sodass auch bei einer Rückkehr zu einer ordnungsgemäßen Erbringung der Austrags­leistungen keinerlei Chance mehr besteht, diese jemals wieder steuerlich abziehen zu können. Lediglich geringfügige Fehler verzeiht der Bundesfinanzhof, zu denen nunmehr auch die bloße verspätete Bezahlung einzelner vereinbarter Geldleistungen bei finanziellen Schwierigkeiten gehört.

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Ulf Hausmann
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