Weitere Verschiebungen der Hofladenrechtsprechung

(PresseBox) (Berlin, ) Über die Rechtsprechungsänderung zur Besteuerung von Handelstätigkeiten bei Landwirten in Hofläden und anderen Verkaufseinrichtungen haben wir Sie bereits umfassend informiert. Nach dem letzten Stand sollte ab dem Wirtschaftsjahr 2011/2012 und damit regelmäßig ab dem 1. Juli 2011 die Neuregelung verpflichtend anzuwenden sein. Dann tritt an die Stelle der bisherigen 30-Prozent-Zukaufsgrenze die Ein-Drittel-Umsatzgrenze, und nachhaltige Einnahmen aus der Veräußerung von Zukaufswaren von mehr als 51.500 Euro führen zu einem partiellen Gewerbebetrieb, ohne den Status des eigenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebs zu gefährden. Wie nunmehr durchgesickert ist, wird es die Finanzverwaltung wohl nicht schaffen, auf den letzten Drücker die von ihr beabsichtigte umfassende Neuregelung aller Abgrenzungsbereiche zwischen Land- und Forstwirtschaft und Gewerbe zu verabschieden, bzw. erst so spät, dass die Zeit für eventuelle Reaktionen der betroffenen Betriebsinhaber zu kurz wird. Es ist daher zu erwarten, dass erst ab 2012 und damit für landwirtschaftliche Betriebe wohl ab dem 1. Juli 2012 die Neuregelung verpflichtend anzuwenden sein wird. Für betroffene Landwirte, die solche Handelstätigkeiten und Vermarktungsaktivitäten durchführen, bietet das den Vorteil, dass sie sich weiterhin wahlweise auf die Zukaufsgrenzen oder auf die Ein-Drittel-Umsatzgrenze berufen können. Sobald wir dazu Neues erfahren, werden wir Sie davon in Kenntnis setzen.

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