"Vorsprung durch Wissen" - 10. Aktionstag Weiterbildung in der IHK

Rund 50 Aussteller informierten über praxisnahe Angebote an beruflicher Qualifizierung
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Vorsprung durch Wissen - Innovation durch Partnerschaft: Unter diesem Motto fand heute (31. Mai) in der IHK der "Aktionstag Weiterbildung" statt. Gemeinsam mit rund 50 regionalen Anbietern beruflicher Weiterbildung hat die IHK Saarland diese Leistungsschau bereits zum 10. Mal veranstaltet. An zahlreichen Messeständen und bei informativen Fachvorträgen konnten die Besucher Neues und Wissenswertes rund um das Thema Weiterbildung erfahren.

IHK-Präsident Dr. Richard Weber hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Weiterbildung hervor: "Lebenslanges Lernen ist für den beruflichen Erfolg unentbehrlich. Mitarbeiter, die diesen Weg gehen und sich beruflich weiterbilden, werden für die Saarwirtschaft zunehmend unverzichtbar. Sie sind die Fachkräfte, auf die die Unternehmen im Zuge des demographischen Wandels dringend angewiesen sind. Wer sich weiterbildet, trägt damit auch zur Sicherung des Unternehmenserfolges bei." Aufgabe von IHK, Bildungspartnern und Wirtschaft sei es daher, den Weiterbildungsinteressierten ein attraktives Angebot zu unterbreiten, das auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. "Dies ist bei uns im Saarland dank unserer Bildungspartnerschaft zweifellos der Fall", so Weber und verwies auf das hochwertige und breit gefächerte Bildungsangebot der Aussteller. In enger Zusammenarbeit von Bildungsanbietern und IHK werden jährlich gut 100 neue Lehrgänge bedarfsgerecht und praxisnah konzipiert.

Weiterbildung im Aufschwung: Teilnahmerekord in 2010

Wie gut diese Bildungspartnerschaft funktioniert, zeigt auch der Teilnehmerrekord, der im vergangenen Jahr erzielt werden konnte: Im Bereich der IHK Saarland haben rund 5.000 Teilnehmer eine berufliche Weiterbildung absolviert. Das waren so viele wie nie zuvor. Beigetragen hat dazu unter anderem, dass das Lehrgangsangebot nochmals kräftig - um rund ein Fünftel - ausgeweitet wurde. "Diese beachtlichen Zahlen spiegeln sogar nur einen Teil des tatsächlichen Weiterbildungsgeschehens in saarländischen Unternehmen, bei saarländischen Handwerkern, Freiberuflern und sonstigen selbständig Tätigen wieder", so Dr. Christoph Hartmann, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft. Eine weitaus größere Zahl von saarländischen Arbeitnehmern würde in Unternehmen, teilweise auch unter Einschaltung von Bildungsanbietern, in Anpassungslehrgängen für das sich ständig verändernde technische und organisatorische Arbeitsumfeld fit gehalten. Die große Nachfrage zeigt sich bei der Inanspruchnahme des Förderprogramms "Lernziel Produktivität", aus dem allein vom 2008 bis heute rund 10,3 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt und abgerufen worden sind.

Vorausschauende Qualifizierung bleibt notwendige Investition in die Zukunft

Dr. Weber: "Die positiven Ergebnisse zeigen, dass sowohl Unternehmen als auch Arbeitsnehmer die Freiräume, die in der Wirtschaftskrise durch geringere Auslastung und Kurzarbeit entstanden sind, optimal genutzt haben. Die Unternehmen und ihre Beschäftigten sind heute im Wettbewerb so gut aufgestellt, weil sie sich in der Krise fit für kommende Herausforderungen gemacht haben." Diese vorausschauende Qualifizierung bleib im Saarland eine dringend notwendige Investition in die Zukunft - gerade angesichts der demographischen Entwicklung. "Je weniger junge qualifizierte Menschen von unten in die Betriebe nachwachsen - und hier ist ein kontinuierlicher Rückgang vorgezeichnet - desto wichtiger wird es, die Mitarbeiter, die bereits im Unternehmen sind, bestmöglich fortzubilden. Neue und innovative Konzepte helfen auch potenziellen Bewerbern, die bislang noch nicht oder nicht mehr in den Arbeitsmarkt integriert sind oder nach neuen beruflichen Perspektiven Ausschau halten. Sie werden so fit für die Herausforderungen der kommenden Jahre gemacht", so Weber. Hartmann: "Fachkompetenz, Wissen und Anpassungsfähigkeit der Mitarbeiter saarländischer Unternehmen sind zu einem Markenzeichen unseres Wirtschaftsstandortes geworden. Diesen Vorsprung zu halten und zu sichern, wird auch in Zukunft, insbesondere angesichts des demographischen Wandels, eine wichtige Aufgabe des Wirtschaftsministeriums sein."

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