Forst und Holz mit viel Potenzial für Energiewende und Klimaschutz

Forstminister Lindemann fordert Forst- und Holzwirtschaft auf der LIGNA Hannover zum Schulterschluss auf
LIGNA Hannover Logo (PresseBox) (Hannover, ) "Zwei Dinge sind klar", so bringt Forstminister Gert Lindemann es auf den Punkt: "Erstens: Eine nachhaltige Energiewende gelingt nur dann, wenn wir Rohstoffpotenziale vor Ort konsequent nutzen und zweitens: Effektiver Klimaschutz beginnt vor der eigenen Tür".

Im Fazit der Zukunftskonferenz Forst- und Holzwirtschaft wird deutlich, dass der Wirtschaftscluster Forst und Holz maßgeblich an der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft mitwirkt und auch mitwirken muss.

Die heimische Forstwirtschaft arbeitet multifunktional. Es ist ihr Verdienst, dass die heutigen Wälder stetig mehr Holz produzieren, beliebter Erholungsraum für die Bürgerinnen und Bürger sind und ihre biologische Vielfalt sich weiter erhöht. Mit ihren umfassenden und nachhaltigen Leistungen ist sie weltweit anerkanntes Vorbild. "Unsere Waldeigentümer übernehmen gesellschaftliche Mitverantwortung - das ist nicht selbstverständlich", so Minister Lindemann.

Die Holzwirtschaft nutzt den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz. Er betont: "Keiner von uns kann auf Holz und Holzprodukte in seinem Alltag wirklich verzichten!" Die Holzwirtschaft beweist täglich, dass sie den Rohstoff effizient und sparsam nutzt. Darauf wird es in Zukunft noch mehr ankommen. Denn der Holzbedarf ist groß und wird noch weiter steigen.

"Wenn wir in Niedersachsen zusätzliche Holzpotenziale nutzen, und das wären nachhaltig etwa 1 Mio. Kubikmeter jährlich mehr, ist das ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz: Holz ersetzt fossile Brennstoffe oder bindet CO2 in langlebigen Produkten", stellt Minister Lindemann dar.

Aber die Forst- und Holzwirtschaft ist angesichts guter Perspektiven nicht nur positiv gestimmt.

Geklärt werden muss die Frage, wie einerseits mehr Holz zugunsten von Rohstoff- und Energiezielen genutzt oder ob andererseits mehr Holz zugunsten von Naturschutzzielen einer Nutzung vorenthalten werden kann.

Minister Lindemann ist überzeugt: "Wir brauchen eine gesamtökonomische Bewertung in der aktuellen Debatte um Waldnutzung oder Waldstilllegung. Die Forst- und Holzwirtschaft hat es verdient, unter verlässlichen Rahmenbedingungen zu arbeiten!"

Hintergrund:

Anlässlich der Zukunftskonferenz für die Forst- und Holzwirtschaft stellen hochrangige Vertreter von EU, Bund und aus Niedersachsen maßgebliche Politikstrategien für den Wirtschaftssektor Forst- und Holz vor. Prominente Vertreter der Branche formulieren ihre Erwartungen und diskutieren Chancen und Risiken.

Allein die niedersächsischen Unternehmen des Clusters erzielen mit 77.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 15 Mrd. € (Clusterstudie Forst und Holz Niedersachsen, 2007). Durchschnittlich wurden in den vergangenen Jahren nach Landesstatistik rund 5 Mio. Kubikmeter Holz in Niedersachsens Wäldern jährlich genutzt, während etwa 8 Mio. Kubikmeter nachwachsen!

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