Weniger Unfalltote in der Türkei durch TÜV SÜD-Engagement

Türkisches Verkehrsministerium legt erstmals seit Einführung des Auto-TÜV Zahlen vor
(PresseBox) (Istanbul/München, ) Deutlich weniger Verkehrstote durch die Einführung des "Auto-TÜV" in der Türkei hat jetzt das türkische Verkehrsministerium gemeldet. Laut Verkehrsminister Binali Yildirim ist die Zahl der Verkehrstoten von 5.000 auf 3.000 gesunken, seit die TÜV SÜD-Tochter TÜVTURK landesweit die Durchführung der TÜV-Prüfung nach dem Vorbild Deutschlands übernommen hat. TÜVTURK, das von einem Konsortium der Partner TÜV SÜD, Do?u? Automotive und Bridgepoint geführt wird, ist seit 2009 die einzige für die regelmäßige technische Überwachung von Fahrzeugen zugelassene Organisation in der Türkei.

Verkehrsminister Binali Yildirim stellte die Zahlen zur Entwicklung bei den Verkehrstoten bei der 3. Konferenz der TÜVTURK-Partner am 03. Juni in Izmir vor. Demnach ist die Anzahl der Verkehrstoten pro Jahr von 5.000 im Jahr 2007 auf 3.000 im Jahr 2010 gesunken: "Das ist ein Verdienst der regelmäßigen Fahrzeugüberwachung von TÜVTURK", stellte der Minister erfreut fest. Horst Schneider, Mitglied des Vorstandes der TÜV SÜD AG, unterstrich: "Es ist ein herausragendes Ergebnis, dass sich die Einführung der regelmäßigen technischen Prüfung von Fahrzeugen nach so kurzer Zeit derart positiv in den Unfallstatistiken nieder schlägt. Die deutlich sinkende Zahl an Unfalltoten macht zudem die enorme Bedeutung einer regelmäßigen technischen Überprüfung der Fahrzeuge für die Verkehrssicherheit insgesamt deutlich." Schneider hatte ab 2004, damals noch in seiner Rolle als Geschäftsführer der TÜV SÜD Auto Service GmbH, das Engagement in der Türkei entschlossen voran getrieben.

Nach einer aufwändigen, aber erfolgreichen Anlaufphase wurde das operative Geschäft Mitte 2007 aufgenommen. Die erste Prüfstation war im Februar 2008 in Elazig in Betrieb gegangen. Das komplette Netz bestehend aus 191 Prüfstationen sowie 71 mobilen Einheiten steht seit Februar 2009. Bereits im Herbst 2009 wurde die Marke von fünf Millionen Hauptuntersuchungen übersprungen, ein Jahr später waren es 10 Millionen.

Jährlich führt TÜVTURK über fünf Millionen Fahrzeughauptuntersuchungen durch und beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter. Bei TÜVTURK handelt es sich um das bislang größte internationale Investitionsprojekt von TÜV SÜD. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2005 als Gemeinschaftsunternehmen von TÜV SÜD AG, Do?u? Automotive und Akfen Holding gegründet. Die Unternehmen hielten je 33,3 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. Der Anlagenbetreiber Akfen hat im Frühjahr 2010 seine Anteile an die Private-Equity-Gruppe Bridgepoint veräußert.

Sichtbar wird die erfolgreiche Arbeit von TÜVTURK nicht nur in der deutlich sinkenden Zahl an Unfalltoten und -verletzten. So ist die Zahl der bei der Fahrzeugprüfung durchgefallenen Autos seit 2008 von 43 auf 37 Prozent gesunken, gleichzeitig wurde bei den Autowerkstätten ein um 30 Prozent gestiegener Umsatz registriert: "Diese Zahlen sind für uns Beleg, dass die Autofahrer festgestellte Mängel auch tatsächlich beheben lassen", sagt Bernhard Horak, Chief Operating Officer von TÜVTURK.

Stark eingebunden ist TÜVTURK auch in die im September 2010 gestartete landesweite Sicherheitskampagne "Verantwortlich handeln im Verkehr". Ziel der Kampagne ist es, über breit angelegte Aufklärungsarbeit die Türkei in Sachen Verkehrssicherheit weiter voran zu bringen.

Für die Kampagne wurden 8,8 Millionen Fahrzeugüberprüfungen ausgewertet, die von TÜVTURK zwischen Januar 2008 und Juni 2010 durchgeführt wurden. Dabei wurden bei nahezu 1,4 Millionen Autos defekte Bremsen oder Defekte an den Bremsanlagen festgestellt. Gerade in diesem Zusammenhang sieht man im türkischen Verkehrsministerium eine enge Korrelation zu hohen Unfallzahlen in der Türkei.

Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de.

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