IBM Studie präsentiert neue Gerätegeneration zur Gesundheitsüberwachung

Kleiner als ein Handy- zukünftige Geräte sollen als digitale Betreuer und Beschützer fungieren
(PresseBox) (Ehningen / New York, ) Das steigende Bedürfnis nach Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung bietet Geräteherstellern im Healthcare- und Wellness-Bereich in einem bislang noch unterentwickelten Markt gute Chancen. Dies ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie des IBM Institute for Business Value. Darüberhinaus stellt IBM die wichtigsten Anforderungen an innovative Geräte der Zukunft vor, die in einem Zeitraum von fünf Jahren sowohl Lebensführung wie Fitnessverhalten des Anwenders verbessern und auch mit dem jeweiligen Arzt interagieren können.

Gesundheitsbewusste Anwender beziehen zukünftig über so genannte Connected Health Devices Informationen, um erstens ihren Gesundheitszustand besser einschätzen und zweitens daraus die nötigen Konsequenzen für eine bewusstere Lebensführung ziehen zu können. Diese Geräte überwachen und prognostizieren Gesundheitsdaten, die wiederum direkt an Pfleger, Klinikärzte sowie an Support-Netzwerke über Breitband, Kabelverbindungen oder per Wireless Lan weitergegeben werden können.

Zeit für eine Vorsorgeuntersuchung?

Die vom IBM Institute for Business Value erstellte Studie zeigt, dass diese neue Gerätesparte besonders von der Gruppe der "Gesundheitsinteressierten" nachgefragt wird. Diese möchten verstärkt ihre gesundheitlichen Ziele mit Hilfe einer gerätegestützten Überwachung erreichen.

Die Studie untersuchte mehr als 1300 Anwender von Gesundheitsgeräten und belegt deren Wunsch nach Geräten, die sowohl einfacher zu bedienen sind wie auch einen bessern Informationsaustausch ermöglichen.

Dafür sind die Konsumenten auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Mehr als ein Drittel der untersuchten Gerätenutzer rechnet damit, dass sie einen Beitrag zu den Kosten der neuen Gesundheitsgeräte im Laufe der nächsten zwei Jahre leisten, während 35 Prozent sogar damit rechnen, eine monatliche Gebühr zu bezahlen.

"Menschen wollen eine aktivere Rolle im Gesundheitssystem einnehmen. Sie wollen sowohl ihre Kosten minimieren als auch ihre Lebensqualität verbessern," so Katherine Holland, Geschäftsführerin von IBM Life Sciences. "Gerätehersteller können diese Wünsche erfüllen. Dafür müssen sie aber auch die nötigen Kenntnisse, Einblick in die Konsumentenanforderungen und Fachwissen im Bereich Gesundheitsversorgung besitzen."

Die Geräte der Zukunft Die neue Gerätegeneration wird entweder selbst internetfähig sein, oder über einen PC, ein Tablet oder Smart Phone angeschlossen werden. In folgenden Lebensbereichen kann sie unterstützen:

- Bewegungsprotokolle - Die neuen Geräte messen Geschwindigkeit und Intensität der täglichen Bewegung. Bewegt sich der Anwender nicht genug, gibt ihm das Gerät eine Übung auf, um sein Bewegungssoll zu erfüllen. Im Zusammenspiel mit Blutdruckmessgeräten, Waagen oder Geräten zur Überwachung der Medikamenteneinnahme tragen sie zum Gesamtbild bei.

- Altenpflege - Demenzpatienten profitieren von Geräten, die einerseits ihre Medikamenteneingabe überwachen und mit einer digitalen Tablettendose verbunden sind und gleichzeitig ihren Standort sowie den ihres Pflegers angeben können.

- Blutbildüberwachung - Nicht-invasive Bluttests können dem zuständigen Arzt automatisch alle wichtigen Daten übermitteln. Bei einem Anstieg des Cholesterinlevels, einem Abfall der Eisenwerte oder einer Vermehrung der weißen Blutkörperchen, weiß der Anwender, dass er seine Medikamente anpassen oder sich an den Arzt wenden muss.

- Mobilitätsüberwachung - Mobilität ist für ein unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden unabdingbar. Geräte, die die Koordination, Bewegungsfähigkeit und Stabilität des Anwenders trainieren und gleichzeitig über Sensoren registrieren, wie aufrecht er geht oder wie leicht er sich aus dem Stuhl erheben kann, können den Umzug in ein Pflegeheim hinauszögern. Bei Überanstrengung schlägt das Gerät Alarm und benachrichtigt im Notfall die Pflegekraft.

- Gehirnstrommessung - Neue Geräte zur Gehirnstrommessung erleichtern Patienten ihre Gedanken oder Empfindungen über einen digitalen Avatar des menschlichen Körpers auszudrücken. Mit Hilfe von Sensoren können Patienten auch non-verbal mitteilen, wie gut sie auf verschiedene Behandlungen oder Schmerz reagieren. Wichtige Vitalfunktionen werden ebenfalls abgerufen, interpretiert und bei einem Abfall sofort an die Pflegekraft gemeldet.

Zusammenarbeit und Austausch unerlässlich

Die Studie hebt außerdem besonders den Aspekt der Zusammenarbeit unter den Unternehmen vor, da es unwahrscheinlich ist, dass ein einziger Hersteller eine Komplettlösung anbieten kann: Neben Software-Herstellern , die die nötigen Schnittstellen liefern, sind auch Verlagsunternehmen nötig, die gesundheitsbezogene Informationen zur Verfügung stellen.

Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf einer leichten Bedienbarkeit und einer branchenweiten Interoperabilität. Die Studie fordert daher, dass sich Gerätehersteller im Gesundheitswesen aktiv für allgemeingültige Standards einsetzen. Und auch der Kunde muss über unterschiedliche Kanäle unterstützt werden: im Einzelhandel, online und einer Präsenz in sozialen Netzwerken. Auch Zusatzinformationen, Zubehör und Schulungsmaterialien sind wichtig.

Die gesamte Studie zur Zukunft der Connected Health Devices finden Sie unter:
http://www-935.ibm.com/...

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