Umfrage: Über ein Viertel der deutschen Hochschulabsolventen verschicken Standardbewerbungen

Hoher Bewerbungsdruck hat Auswirkungen auf die Qualität der Unterlagen
(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Fast ein Viertel (23 Prozent) der deutschen Hochschulabsolventen haben sich seit ihrem Abschluss bereits auf mehr als 20 Stellen beworben. Das ergab eine Online-Umfrage, die SHL, ein führender Talent Management-Experte, unter 1.000 Befragten in Deutschland durchgeführt hat. Um die Jobchancen zu erhöhen, setzen viele Bewerber auf Hilfe von außen. So sind 28 Prozent der Umfrage-Teilnehmer auf bis zu fünf verschiedenen Jobbörsen oder bei der Arbeitsvermittlung registriert. Knapp fünf Prozent der Befragten gaben sogar an, längst keinen Überblick mehr darüber zu haben, bei wie vielen Portalen sie diesbezüglich angemeldet sind.

Die große Anzahl an Bewerbungen, die Absolventen verschicken, hat Auswirkungen auf die Qualität der Unterlagen. Vor allem weibliche Bewerber setzen laut Umfrage hier in erster Linie auf Standardisierung. Nahezu 30 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, im Grunde immer die gleichen Bewerbungen zu verschicken, anstatt sie individuell an Unternehmen anzupassen - im Gegensatz zu knapp 25 Prozent der Männer. Der zeitliche Aufwand, der in die einzelnen Unterlagen gesteckt wird, ist bei vielen Befragten dementsprechend gering: 15 Prozent braucht gerade mal zehn Minuten für die Dokumente, ein Viertel wendet maximal 20 Minuten dafür auf, um Unterlagen für eine Bewerbung auszufüllen.

"In Deutschland haben es Hochschulabsolventen derzeit schwer, den Berufseinstieg zu finden. Verschärfend kommt hier das Problem hinzu, dass aufgrund der Umstellung auf den Bachelorstudiengang junge Arbeitnehmer auf den Markt gespült werden, die mit den Absolventen der auslaufenden Diplomstudiengänge in einen starken Wettbewerb treten", sagt Oliver Barth, Vice President Sales Central Europe von SHL. "Ich rate Hochschulabgängern dazu, online aktiv zu werden, statt sich auf standardisierte, schnell ausgefüllte Bewerbungen zu verlassen."

"Das Internet ist eine hervorragende Gelegenheit, Selbstmarketing zu betreiben und Kompetenzen wie beispielsweise Führungssicherheit oder Entscheidungsfreude nach außen zu kehren, nach denen Personaler suchen. Für Bewerbungsunterlagen sollte man sich natürlich Zeit nehmen, aber auch hier gilt es Maß zu halten. Der Bewerber sollte keine Aufsätze schreiben, sondern darauf achten, prägnant die Attribute herüberzubringen, die für die zu besetzende Position wichtig sind."

"Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen oftmals Bewerbungen bekommen, die wenig darüber aussagen, welche Kompetenzen der Bewerber besitzt. Diese zu erkennen, ist für ein Unternehmen jedoch essentiell, da nur so die bestmögliche Person für die Stelle gefunden werden kann", sagt Oliver Barth. "Jetzt, wo die Weltwirtschaft sich zunehmend erholt, müssen Arbeitgeber verstärkt darauf achten, die besten Talente aus dem ansteigenden Bewerberpool herauszusuchen. Denn eins steht fest: People Management ist der entscheidende Erfolgsfaktor, der sich nicht nur im ROI des Talentmanagements zeigt."

Weitere Informationen

Um Arbeitssuchenden und Absolventen dabei zu helfen, das eigene Karrierepotenzial zu erkennen und die jeweils passenden Fähigkeiten und Stärken zu betonen, hat SHL die "iPQ Career Planner"-App für iPhones und iPads veröffentlicht. Diese lässt sich hier herunterladen: http://itunes.apple.com/...

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Hannah Roericht
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