Nachhaltige Biotechnologie

DBU präsentiert zukunftsweisende Projekte auf der BIOTECHNICA 2011
(PresseBox) (Hannover, ) "Nachhaltigkeit, Unternehmertum, Fortschritt - was leistet Biotechnologie?" Diese Frage beantwortet die DBU auf der BIOTECHNICA 2011 gemeinsam mit BIO Deutschland - Biotechnologie-Industrie-Organisation Deutschland e. V. - und weiteren DBU-Projektpartnern am Stand E 42.

Umweltentlastung und Ressourcenschonung, diese zwei Nachhaltigkeitsziele stehen im Mittelpunkt der Biotechnologieförderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Dabei unterstützt die DBU insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung innovativer, umweltentlastender Ansätze mit Modellcharakter. Zentrales Alleinstellungsmerkmal der DBU-Förderung ist eine in jedes Förderprojekt integrierte Ökoeffizienzanalyse. Sie stellt sicher, dass bei der Entwicklung von Produkten und Verfahren neben ökonomischen auch ökologische Aspekte frühzeitig berücksichtigt werden. Folgende, in diesem Sinne beispielhafte DBU-Förderprojekte präsentieren sich am Gemeinschaftsstand (Nr. E 42) von DBU und Bio Deutschland e. V. auf der BIOTECHNICA 2011, Europas Messe Nr. 1 für Biotechnologie und Life Sciences:

Nachhaltige und wertschöpfende Synthese chiraler Wirkstoffe (Profene) durch selektive biokatalytische Oxidationsprozesse (Chiracon GmbH/Luckenwalde, www.chiracon.de): Profene (z. B. Ibuprofen) sind gängige Antirheumatika und Schmerzmittel. Durch die biotechnologische Synthese lassen sich gezielt die wirksamen S-Enantiomeren dieser Wirkstoffe gewinnen, während die chemische Synthese immer ein Gemisch aus S- und den im Molekülbau spiegelbildlichen R-Enantiomeren erbringt. Der biotechnologische Syntheseweg steht damit für eine erhöhte Ausbeute, geringeren Rohstoffeinsatz, weniger Abfälle und vor allem auch für eine bessere Wirksamkeit und ein geringeres Nebenwirkungspotenzial.

Nachhaltige biokatalytische Oxidationsprozesse (Enzymicals AG/Greifswald, www.enzymicals.com; SeSaM-Biotech GmbH/Bremen, www.sesam-biotech.com): Oxidative Enzyme (Oxidoreduktasen) ermöglichen es, molekularen Sauerstoff direkt als Cosubstrat zu verwenden und so eine Reihe von hochinteressanten Ausgangsstoffen für nachfolgende Reaktionen zu synthetisieren. Im Gegensatz zur chemischen Synthese kann dabei auf toxische oder explosive Reagenzien verzichtet werden.

ChemBioTec - Netzwerk für nachhaltige chemische und biotechnologische Produktionsprozesse (ChemBioTec, Technische Universität Dortmund/Dortmund, www.chembiotec.de): Der durch die DBU initiierte Forschungsverbund ChemBioTec unterstützt als Kompetenz- und Koordinierungsplattform das Umsetzen neuer biotechnologischer Produktionsprozesse. Dazu werden relevante Projektpartner aus Forschung und Wirtschaft - beispielsweise Forschungseinrichtungen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie die Großindustrie - miteinander vernetzt und unterstützt.

Insgesamt wurden im Bereich Biotechnologie bisher 212 Vorhaben mit insgesamt 57,7 Mio. Euro durch die DBU gefördert. Bereits zweimal vergab die DBU den Deutschen Umweltpreis, den höchstdotierten Umweltpreis Europas, an Protagonisten der Weißen Biotechnologie.

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Dr. Hans-Christian Schaefer
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
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