Ein Jahr vor dem Anpfiff: Große Unterstützung in der Ukraine für die Fußball-Europameisterschaft 2012

Meinungsumfrage zeigt aber auch verbreitete Befürchtungen, dass sich Investitionen nicht auszahlen
(PresseBox) (Bonn / Eschborn, ) Die Erwartungen der Ukrainerinnen und Ukrainer an die Fußballeuropameisterschaft 2012 (EURO 2012) im eigenen Land sind hoch. Das ergab eine repräsentative Meinungsumfrage, die die Gesellschaft für Konsumforschung Ukraine (GfK) im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt hat. Die GIZ arbeitet dabei im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

89 Prozent der ukrainischen Bevölkerung sind gegenüber der Euro-Endrunde, die am 8.Juni in Warschau beginnen wird, positiv eingestellt. Drei Viertel der Ukrainerinnen und Ukrainer sind der Meinung, dass die EURO 2012 die Entwicklung ihres Landes positiv beeinflussen wird. Mehr als 60 Prozent erwarten eine Modernisierung der Infrastruktur, etwa die Hälfte der Einwohner hofft auf ausländische Investitionen.

Besonders groß sind die Erwartungen an die ukrainische Nationalmannschaft. Fast jeder dritte Befragte sieht die "Sbrirnea", wie die Ukrainer ihr Team nennen, am 1. Juli 2012 im Finale in Kiew. Weitere 60 Prozent glauben an das Erreichen des Halb- oder Viertelfinales. In den vier ukrainischen Austragungsorten, deren Bevölkerung separat befragt wurde, gehen die meisten Bewohner von einer deutlichen Verbesserung der Stadien und des touristischen Angebots aus.

Nachholbedarf gibt es der Studie zufolge noch in Sachen Gastfreundschaft. Etwa die Hälfte der Einwohner in den Austragungsorten ist bereit, mit ausländischen Fans zu kommunizieren und ihnen im Notfall zu helfen. Immerhin ein Viertel würde ihnen während des Zeitraums der EURO 2012 ein Zimmer mit Frühstück vermieten.

Neben vielen Hoffnungen gibt es auch Befürchtungen. Jeder Vierte glaubt, dass sich die staatlichen Ausgaben für das Land nicht auszahlen werden. Zudem gibt es Sorgen, dass sich die Ukraine für die EURO 2012 nicht ausreichend vorbereitet. Rund 25 Prozent der Einwohner in den Austragungsorten fürchten zudem Lärm und Müll, vor allem in den Fan-Zonen. Etwa die Hälfte der rund 45 Millionen Ukrainer möchte die Fußballspiele im Stadion sehen, die anderen wollen sie im Fernsehen verfolgen.

Die Endrunde der 14. UEFA-Fußball-Europameisterschaft wird vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 in Polen und der Ukraine ausgetragen. 16 Länder kämpfen in insgesamt 31 Spielen um den Titel des Europameisters. Das Eröffnungsspiel findet am 8. Juni in Warschau statt, das Endspiel am 1. Juli in Kiew. Die Ukraine ist Gastgeber von 16 Fußballspielen.

Die GIZ unterstützt im Auftrag des BMZ die vier Austragungsorte und die Nationalregierung in den Bereichen Mobilität, Standortentwicklung, Tourismusförderung sowie in der Schulung des Personals für die beiden in Lwiw und Kiew neu errichteten Stadien. Das Vorhaben soll vor allem helfen, die Nachhaltigkeit der im Zuge der Euro 2012 getätigten Investitionen zu sichern.

Die Befragung soll vor allem Hintergrundinformationen für Maßnahmen in den Bereichen Tourismusförderung und Standortmarketing, sowie zum Imageaufbau der Ukraine liefern. Im Rahmen der Umfrage hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) Ukraine von Januar bis März 2011 über 1.000 repräsentativ ausgewählte Ukrainerinnen und Ukrainer zu ihren Erwartungen bezüglich der bevorstehenden EURO 2012 im gesamten Land und an den vier Austragungsorten befragt. Die Befragung dient dem Vorhaben außerdem als Grundlage für die Wirkungsmessung und soll nach dem Turnier in ähnlicher Form wiederholt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

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