Kretschmann für Qualitätsjournalismus

(PresseBox) (Berlin, ) Aus ganz Baden-Württemberg kamen am 7. Juni rund 300 Journalistinnen und Journalisten in Stuttgart zusammen, um für faire und angemessene Tarifverträge zu demonstrieren. Aus 23 Zeitungsredaktionen waren die Kolleginnen und Kollegen in die Landeshauptstadt gefahren. Jan Cerny, stellvertretender Landesvorsitzender des DJV Baden-Württemberg, machte in seiner Rede vor den Streikenden klar, dass die Forderungen der Zeitungsverleger nach Tarifeinbußen ungerecht und unanständig sind: "Guter Journalismus hat seinen Preis, ihn kann es nicht zu Dumping-Konditionen geben." Das meinte auch der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann: Er gesellte sich zu den streikenden Kollegen und diskutierte mit ihnen. Aus der aktuellen Tarifauseinandersetzung wolle er sich heraushalten, machte er klar, aber an der Notwendigkeit von gutem und kritischem Journalismus für das Funktionieren der Demokratie ließ er keinen Zweifel. Er betonte, dass guter Journalismus ohne soziale Absicherung nicht funktionieren kann.

Die Streiks bei den baden-württembergischen Tageszeitungen gehen auch heute bei 11 Blättern weiter. Die Redakteure von sechs Zeitungen aus dem Rems-Murr-Kreis nutzen die Warnstreiks, um auf den Marktplätzen in der Region die Bürger über ihre Tarifanliegen zu informieren.

Die Streiks der Journalisten haben in Baden-Württemberg inzwischen spürbare Folgen: Die Stuttgarter Zeitung erschien am heutigen Mittwoch nur mit 24 Seiten Umfang. Auch andere Blätter im Südwesten kommen nicht mehr in der gewohnten Stärke heraus.

Kontakt

Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
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Hendrik Zörner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
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