Cluster Biotechnologie Bayern: nach erfolgreicher Aufbauarbeit Umwandlung zum Netzwerk

Erfolgreiches Clustermanagement durch die BioM hervorgehoben
(PresseBox) (Martinsried, ) Fünf Jahre nach dem Start der "Bayerischen Cluster-Offensive" zieht die bayerische Staatsregierung heute Bilanz. Im Jahr 2006 wurden 19 Technologiefelder als besonders entwicklungswürdig und zukunftsorientiert erkannt und in den Status eines "bayernweiten Clusters" erhoben. Zur Wirtschaftsförderung in diesen thematischen Clustern stellte die Staatsregierung insgesamt 45 Mio. € für die Laufzeit bis 2011 für Clustermanagement-Zentralen zur Verfügung.

In der heutigen Kabinettsitzung stellte Wirtschaftsminister Zeil die Ergebnisse und zukünftigen Anpassungen der Clusterstrategie vor.

Besonders erfolgreich: Cluster Biotechnologie

Die BioM GmbH, Martinsried, wurde Ende 2006 durch das bayerische Wirtschaftsministerium mit dem Management des Clusters Biotechnologie beauftragt.

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil betont: "Das Cluster Biotechnologie hat über 45 Mio. € Fördermittel vom Bund und der EU eingeworben und war in dieser Hinsicht das erfolgreichste Cluster. Wir können wegen dieser vom Cluster erschlossenen zusätzlichen Finanzierungsquellen die bayerische Förderung reduzieren. Die Vernetzungs-Arbeit des Clusters Biotechnologie wird in Zukunft von der BioM weitergeführt."

Das Clustermanagement hatte im ersten Jahr mit der strategischen Fokussierung auf die so genannte "weiße Biotechnologie" gepunktet und in einem Wettbewerb des Bundesforschungsministeriums (Industrie2021) Förderungszusagen über 5 Mio. € eingeworben. Durch eine anteilige zusätzliche Finanzierung des Freistaates (weitere 5 Mio. €) und Finanzierungen durch Industriepartner ist daraus mittlerweile ein fast 30 Mio €-Förderprogramm für diesen Sektor in Bayern entstanden.

Weitere Vorarbeiten des bayerischen Biotechnologie-Clusters haben den Sieg Münchens beim "Spitzencluster-Wettbewerb"des BMBF ermöglicht. Hier hat das Clustermanagement der BioM für die Region München das Zukunftskonzept der "personalisierten Medizin" entworfen, bei dem u.a. die Themen der verbesserten Rahmenbedingungen für klinische Studien, die Vernetzung der Biobanken-Ressourcen für die Biomarkerforschung sowie des Auffindens neuer, innovativer Ansätze in der Wissenschaft (Scouting) mit besonderem Nachdruck verfolgt werden. Durch diese Fördermaßnahme ist mit Beteiligung des Freistaates (rund 10 Mio. €), des BMBF (40 Mio. €) und der Industrie (mindestens weitere 40 Mio. €) ein fast 100-Mio-Euro-Programm entstanden, dessen ambitionierte Einzelprojekte nun durch über 100 Partner innerhalb dieser Initiative angegangen werden.

Neben den Erfolgen bei der strategischen Neuausrichtung in den Feldern der "weißen" und "roten/personalisierten" Biotechnologie blickt das Clustermanagement stolz auf eine erfolgreiche und krisenfeste Branche im Freistaat. Erst kürzlich konnten im aktuellen "bayerischen Biotechnologie-Jahresreport 2010" die guten Geschäftszahlen berichtet werden:

- Bayern heute stärkster Biotechnologiestandort Deutschlands! Mittlerweile gibt es in Bayern gut 200 reine Biotechnologie-Unternehmen, rund 170 davon sind mittelständische KMU (ein Plus von 20 Firmen seit 2006)
- Seit 2006 haben die bayerischen Biotech-KMU eine Mitarbeiterzuwachs von + 24% zu verzeichnen, auf heute rund 3720 Beschäftigte, zusammen mit den gut 6000 Beschäftigten in den Niederlassungen internationaler Unternehmen oder größerer Betriebe ("nicht-KMU") sind also fast 10.000 Personen in der bayerischen Biotechnologie direkt beschäftigt. (Hinzu kommen sogar noch weiter rund 15.000 Personen in der Pharmaindustrie bzw. weiteren Firmen dieses biopharmazeutischen Bereichs)
- 2010: Jahr der Neugründungen: 13 neue Firmen, 12 davon im Großraum München Dynamik ungebrochen, Standort auch attraktiv für Ansiedlungen aus dem Ausland:Im Jahr 2010 hat sich ein US-Unternehmen im Gründerzentrum Martinsried (IZB) angesiedelt, für 2011 sind die Miet-Verträge mit zwei weiteren US-Unternehmen unterzeichnet
- Finanzierungsklima bundesweit deutlich verbessert, Bayern profitiert am stärksten:Rund 50% aller externen Finanzierungen (Kapitalerhöhungen, VC-Gelder...) der Biotechnologiebranche in ganz Deutschland sind im vergangenen Jahr in bayerische Unternehmen geflossen.
- Die Umsätze der bayerischen Biotech-Unternehmen konnten das Niveau von 2009 deutlich überspringen und erreichten mit rund 450 Mio € (Biotech-KMU alleine; + ca. 10% zu 2009) einen neuen Höchststand.
- Produktentwicklung macht deutlichen Schritt nach vorne:

Die mehrheitlich in der Medikamentenentwicklung tätigen bayerischen Unternehmen haben in allen Phasen des Zulassungsprozesses für neue Medikamente eine rund 100%ige Steigerung erreichen können. So befinden sich derzeit fast 90 Produkte in der klinischen Erprobung.

Bayerische Standorte, wie geht es weiter?

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil betont: "Die BioM bleibt auch in Zukunft das von uns geförderte Netzwerk für die bayerische Biotechnologie. Der Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit wird, insbesondere im Zusammenhang mit der Umsetzung des "Spitzencluster?Förderprogramms m4", der Großraum München bleiben. Die erfolgversprechenden Konzepte der Vernetzung mit den Standorten in Regensburg, Würzburg und Erlangen/Nürnberg werden fortgeführt."

Prof. Dr. Horst Domdey, Geschäftsführer der BioM und Sprecher des Bayerischen Biotechnologie Cluster, stellt fest: "Das Besondere an der 'Cluster-Offensive' war in unseren Augen, dass man hier neue, strategische Konzepte für seine Branche entwickeln konnte, ja musste. Es ging nicht um konkrete Projekte, deren Umsetzung überwacht werden sollte, sondern darum, rechtzeitig neue Trends aufzuspüren und die bayerischen Unternehmen mit auf diese Fährte zu setzen. Hier waren wir überaus erfolgreich und ich möchte insbesondere den Kollegen in Regensburg und Würzburg herzlich danken für den fruchtbaren Austausch, den wir uns natürlich auch für die Zukunft wünschen."

Nähere Informationen auch online zu finden unter: www.biotech-bayern.de bzw. www.bio-m.org

Presse-Kontakt:

Dr. Georg Kääb, Presse BioM GmbH kaeaeb@bio-m.org ; Tel.: 089 899 679 19 , mobil: (+49) (0)174-3133021 BioM Biotech Cluster Development GmbH, Am Klopferspitz 19a, 82152 Martinsried Geschäftsführer: Prof. Dr. Horst Domdey Tel. (+49) (0)89 / 89 96 79 0, Fax (+49) (0)89 / 89 96 79 79, www.bio-m.org

Die BioM GmbH ist die Netzwerkorganisation für die Biotechnologie im Großraum München im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Dabei koordiniert sie seit 2010 das Schwerpunktprogramm "m4 - Personalisierte Medizin" innerhalb des Spitzencluster-Wettbewerbes des BMBF mit über 100 Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Mit der Geschäftseinheit BioM AG besteht seit 1997 ein Finanzierungsinstrument für die Beteiligung an innovativen Firmengründungen in der Biotechnologie. Das Portfolio umfasst derzeit 14 aktive Firmenbeteiligungen. Die BioM GmbH koordiniert seit 2006 zusätzlich den gesamten "Bayerischen Biotechnologie Cluster" im Rahmen der bis 2011 laufenden "Cluster Offensive Bayern" - und führt diese Arbeiten in Zukunft fort

Kontakt

BioM Biotech Cluster Development GmbH
Am Klopferspitz 19a
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Dr. Georg Kääb
BioM Biotech Cluster Development GmbH
Manager Communications

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