Frankfurt: Demonstration für faire Tarifverträge

Kundgebung von DJV und ver.di in Frankfurt (PresseBox) (Berlin, ) Tausende Kolleginnen und Kollegen aus Redaktionen, Druckereien und Verlagsabteilungen von Tageszeitungen fanden sich am heutigen Donnerstag in Frankfurt/Main zur zentralen Kundgebung von DJV und ver.di für gerechte und angemessene Tarifverträge zusammen. Rund 3.000 Journalisten, Drucker und Verlagsangestellte waren am Morgen zum Römerberg gekommen, um den Verlegern von Tageszeitungen und Zeitschriften klar zu machen: "Unsere Arbeit ist mehr wert, Journalismus ist mehr wert." Kajo Döhring, Verhandlungsführer des DJV, sagte den streikenden Kollegen: "Die Verleger schätzen nicht mehr den Wert der Arbeit. Das lassen wir nicht mit uns machen." DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken mahnte die verlegerische Verantwortung an: "Sie wissen nicht mehr, dass die Journalistinnen und Journalisten nicht schreibende Angestellte sind, sondern Verantwortung tragen für das Funktionieren der Demokratie." Die Demonstranten in Frankfurt waren sich einig, dass am Verhandlungstisch endlich ein Durchbruch erzielt werden muss. "Wir lassen uns nicht länger von den Verlegern verschaukeln", sagte ein Kollege stellvertretend für viele. Entschlossen blicken sie den nächsten Verhandlungsterminen entgegen: am 15. Juni in Düsseldorf für die Redakteure und einen Tag später in Frankfurt/Main für die Drucker. Über die Frankfurter Kundgebung informiert ab heute Nachmittag auch ein Film im DJV-Kino auf der Homepage www.djv.de.

Streiks in Nord und Süd

Zeitgleich zur Frankfurter Kundgebung legten auch in Kiel und Lübeck fast 200 Journalistinnen und Journalisten, Drucker und Verlagsangestellte die Arbeit nieder. "Wer Honorare und Gehälter immer weiter drückt, opfert Qualität und Kreativität", sagte Michael Frömter, Vorsitzender des DJV Schleswig-Holstein, bei der Kundgebung in Kiel.

In Bayern befanden sich heute auch zahlreiche Redakteure im Warnstreik. Die Allgäuer Zeitung mit allen Außenredaktionen streikt noch bis einschließlich Freitag, das Main-Echo in Aschaffenburg und die Mittelbayerische Zeitung in Regensburg streiken ebenfalls. Zahlreiche Warnstreiks finden heute auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen statt.

Kontakt

Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
Charlottenstr. 17
D-10117 Berlin
Hendrik Zörner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
E-Mail: zoe@djv.de

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