Realtime Remote Desktop – Graphik uebertragen mit Qualitaet

Fraunhofer IGD entwickelt Tool zur Echtzeit-Uebertragung graphischer Bildschirminhalte // Erste Testversion jetzt verfuegbar
(PresseBox) (Darmstadt, ) Bei groesseren Projekten arbeiten die Mitglieder eines Teams heute oft von unterschiedlichen Standorten aus zusammen. In einem solchen Fall ist fuer ein professionelles Projektmanagement der regelmaessige Austausch von Dokumenten, Entwicklungsergebnissen oder Demonstrationsmodellen unerlaesslich, aber gleichzeitig besonders aufwaendig. Mit dem vom Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt entwickelten Werkzeug Realtime Remote Desktop, kurz RRD, ist der Austausch beliebiger – auch graphischer – Daten und Anwendungen jetzt auch mit entfernten Projektpartnern problemlos moeglich. Der Realtime Remote Desktop uebertraegt Dokumente, Graphiken und Anwendungen in Echtzeit von einem
Quell- auf einen Zielrechner. Dafuer erfasst die RRD-Software die Bildschirmdaten kontinuierlich, kodiert sie und sendet sie an den Zielcomputer, wo sie entschluesselt und angezeigt werden. Bei einer Bildschirmaufloesung von 1024 x 768 kann dies mit einer Bildrate von rund 20 Bildern pro Sekunde geschehen. Die zu uebertragenden Bildschirminhalte koennen von Office-Paketen, CAD-Anwendungen oder Visualisierungssystemen stammen. Diese muessen fuer die Uebertragung der Bildschirminhalte auf andere Rechner nicht veraendert werden. Der Realtime Remote Desktop laeuft problemlos auf allen handelsueblichen PCs und Microsoft-Betriebssystemen, zusaetzliche Hardware ist nicht notwendig. Die RRD-Software ist nicht auf Anwendungen beschraenkt, die auf OpenGL basieren, sondern unterstuetzt auch graphische Anwendungen, die Direct3D nutzen. Der Realtime Remote Desktop zeichnet sich durch eine Uebertragungsgeschwindigkeit aus, an die keine bisher auf dem Markt verfuegbare Software heranreicht. Dabei liefert der RRD eine aussergewoehnliche Bildqualitaet mit hoher Bildfrequenz bei vergleichsweise geringer Netzlast.

Schon vor Jahren wurden Softwareloesungen eingefuehrt, mit denen an unterschiedlichen Standorten gemeinsam Dokumente am Computer betrachtet oder Anwendungen auf entfernten Rechnern bedient werden konnten. Keine dieser Loesungen reichte jedoch bisher fuer graphikintensive Anwendungen aus. Viele waren und sind noch immer nicht universell einsetzbar. So uebertragen sie zum Beispiel Graphikfenster entweder gar nicht, oder nur solche, in denen eine OpenGL-Anwendung ausgefuehrt wird. Und da sie die Bilder nur in geringer Qualitaet und Geschwindigkeit senden, sind sie auch fuer das rechner-gestuetzte kooperative Arbeiten, beispielsweise in
Architektur- und Ingenieurbueros, ungeeignet. Gerade diese muessen jedoch oft aufwaendige dreidimensionale Modelle uebertragen und benoetigen deshalb eine Software, die eine hohe Bildqualitaet ermoeglicht. Sitzt etwa das beauftragende Unternehmen in Frankfurt, die Partner aber in Berlin oder sogar im Ausland, so verschlingen nicht nur die Fahrtkosten einen grossen Anteil des Budgets, auch der Arbeitszeitausfall ist ein nicht zu unterschaetzender Faktor. Schlimmer noch wiegen Fehler, die durch mangelnde Kommunikation erst spaet erkannt werden. Der Realtime Remote Desktop kann daher eine enorme Kostenersparnis mit sich bringen, denn der Abstimmungsprozess laesst sich dank des RRD wesentlich verkuerzen.

Und nicht nur Architekturbueros koennen von der Nutzung des RRD profitieren. Auch in anderen visualisierungsintensiven Branchen, wie beispielsweise der Oel- und Gasindustrie, dem Automobil-Bereich oder der chemischen und pharmazeutischen Industrie ist die Anwendung denkbar. Der Realtime Remote Desktop, der auch fuer Office-Anwendungen eingesetzt werden kann, ermoeglicht zum Beispiel das Training von Nutzern an verteilten Standorten oder unterstuetzt Helpdesks bei der Loesung von Problemen raeumlich entfernter Benutzer. Auch eine Uebertragung von Videobildern – sind diese erst einmal auf dem Bildschirm – kann mit RRD erfolgen.

Eine Testversion des Realtime Remote Desktop sowie weiterfuehrende Informationen zu den Lizensierungsbedingungen erhalten Sie bei

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Dr. André Stork
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