Gefälschte Antiviren-Software verbreitet sich rasant

Unsicherheit als lukratives Geschäft
Das Titelbild der (PresseBox) (Hannover, ) Es ist die Meldung, die jeder PC-Nutzer fürchtet: "Sie haben einen Virus auf dem Rechner." Doch das kann eine Falschmeldung sein.Mittlerweile verdienen Betrüger Millionen damit, dass sogenannte Scareware den angeblichen Virenbefall signalisiert und eine Bereinigung gegen Bares verspricht.Professionelle Scareware schaltet sogar bereits vorhandene Schutzprogramme aus, warnt das Sonderheft "c't kompakt Security" [2], das am Montag in den Handel kommt.

Gefälschte Antiviren-Software soll ahnungslosen Computeranwendern das Geld aus der Tasche ziehen.Schrillen Warnmeldungen folgt eine vermeintlich schnelle Problemlösung: Per Mausklick installieren PC-Nutzer eine angebliche Schutzsoftware und bezahlen im Nachgang die Vollversion per Kreditkarte. 35 bis 50 Euro berappt ein Anwender im Schnitt - ein Preis, der dem legitimer Antiviren-Programme ähnelt. Alsbald verschwinden die Warnmeldungen, der PC scheint sicher.

Reguläre Antiviren-Software tut sich schwer, Scareware zu erkennen, da sie sich nicht wie übliche Schadsoftware verhält: Sie versendet weder Spam noch spioniert sie Passwörter aus. Auch die rechtliche Lage ist schwierig.Anwender installieren die Software freiwillig und akzeptieren die Geschäftsbedingungen. Zudem nutzt Scareware eine weitere Grauzone: Durch den Einbau legaler Elemente eigentlich kostenloser Antiviren- Software, die sogar echte Viren entdecken und entfernen, greift nicht einmal das Argument der kompletten Wirkungslosigkeit. Die c't-Experten geben Tipps zur Entfernung der Scareware und raten, sich in keinem Fall darauf einzulassen oder dafür Geld auszugeben.Wer bereits gezahlt hat, sollte seine Kreditkarte sperren und neu ausstellen lassen, um weitere Abbuchungen zu verhindern.

[1] http://www.heise-medien.de/...
[2] http://www.ctspecial.de

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Julia Powalla
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