Torbranche bereit für die R+T 2012

Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich/ Zukunftstrends sind Energieeffizienz sowie einfache Montage und Bedienung
(PresseBox) (Stuttgart, ) Die Torbranche befindet sich im Aufwind: Nach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr wird für 2011 und 2012 ein deutlicher Wachstumsschub erwartet. Die offiziellen Daten für das erste Halbjahr belegen einen Umsatzanstieg von 15 Prozent. "Verantwortlich dafür ist das gute Inlandsgeschäft mit investitionsfreudigen Abnehmerbranchen, beispielsweise der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Elektro- und Chemieindustrie und zunehmend auch der Bauwirtschaft", erläutert Friedrich Klopotek, Geschäftsführer des BVT - Verband Tore im Fachverband IVEST e.V.: "Aber auch der Export trägt maßgeblich zum Aufschwung bei. Für das gesamte Jahr 2011 rechnen wir mit einer Produktions- und Umsatzsteigerung von zehn bis zwölf Prozent!" Zur R+T 2012, die vom 28. Februar bis 2. März in Stuttgart veranstaltet wird, will die Branche wieder an das Rekordjahr 2008 anknüpfen. Sie setzt dabei auch auf Impulse der Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz mit ihren vielen Fachbesuchern aus dem In- und Ausland auf der Messe Stuttgart.

Die Zuversicht spiegelt sich auch in einer Konjunkturbefragung des BVT - Verband Tore vom April. 69 Prozent der Hersteller, Zulieferer und Fachhändler rechneten mit steigenden Auftragseingängen, 31 Prozent mit gleichbleibender Nachfrage. Für die folgenden sechs Monate setzten sogar 78 Prozent der Befragten auf steigende Umsätze. "Besser kann man den Branchenoptimismus nicht dokumentieren", betonte der BVT-Vorsitzende Dr. Claus Schwenzer. Geschäftsführer Klopotek nennt für den erfolgreichen Neustart der Branche nach den Krisenjahren wesentliche Gründe: "Mit ihrer einzigartigen Zulieferindustrie, der Firmenvielfalt, ihrer Innovationskraft und Marktdurchdringung in Europa, dem Nahem Osten, in Vorderasien und Nordamerika hat die deutsche Torbranche einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie selbst extreme Markteinbußen in kurzer Zeit wieder ausgleichen kann."

Maßgeschneiderte Lösungen und einfache Montage

FAAC Geschäftsführer Thomas Vogel sieht die Branche ebenfalls auf einem guten Weg. Der Markt verlange zunehmend nach maßgeschneiderten Lösungen und im Bereich Torautomation gewinne einfaches und schnelles Installieren immer größere Bedeutung. Als führender Hersteller von automatischen Torantrieben bediene die FAAC GmbH diese beiden Strömungen mit der 24 Volt Technik sowie mit hydraulischen Antrieben und intelligenten, individuell programmierbaren Steuerungen. "Im Geschäftsfeld Parken und Zutritt lässt sich eine starke Tendenz zu flexibel nutzbaren, architektonisch wertvollen Zufahrtsregelungen erkennen. Mit dem automatischen Verkehrspoller der J-Klasse haben wir ein innovatives Produkt entwickelt, das sowohl hohen Designansprüchen als auch der zuverlässigen Zufahrtskontrolle gerecht wird", so Thomas Vogel. Bei Rollladen-Antrieben sei eine einfache, kostensparende Montage mittlerweile Stand der Technik. Auch Schrankenlösungen bleiben nach

seiner Erfahrung im Trend. Auf der Messe in Stuttgart stellt das Unternehmen die neue Generation der 24 Volt Schranken vor.

Bei FAAC ist man überzeugt: Die Automationen werden stetig zunehmen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Kunden an die Bedienungs- und Servicefreundlichkeit sowie an die Langlebigkeit der Produkte. Thomas Vogel sieht die R+T deshalb als interessanten Marktplatz, um sich mit Geschäftspartnern auszutauschen und aktuelles Feedback für kommende Entwicklungen einzuholen: "Wir freuen uns darauf, auf der R+T 2012 unsere neuesten Entwicklungen einem internationalen, fachkundigen Publikum zu präsentieren und neue Projekte und Kooperationen zu starten."

Branche trifft sich auf der R+T

"Während der R+T treffen wir die meisten unserer Kunden. Für die GfA ist die Messe Plattform und Diskussionsforum. Wir intensivieren dort unsere Kundenbeziehungen", sagt Oliver Kosberg, der für die Messe verantwortliche Vertriebsmitarbeiter der GfA - Gesellschaft für Antriebstechnik GmbH & Co. KG, Düsseldorf. Und weiter: "Der Markt verlangt verstärkt nach Antrieben, die möglichst einfach zu bedienen und zu installieren sind. Ein Fokus liegt für GfA deshalb auf der konsequenten Weiterentwicklung der Steuerungs- und Antriebstechnik." Auch hohe Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten sowie der schonende Betrieb seien Zukunftstrends, denn Energieeffizienz, Lebensdauer und Komfort bilden seiner Erfahrung nach handfeste Entscheidungskriterien für die Kunden. Elektromaten mit Frequenzumrichter seien deshalb eine innovative Lösung für den Markt. Sie seien kinderleicht in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Bei der Installation müssten keine komplizierten Parameter eingestellt werden, sie seien steckbar und mit allen GfA-Standardsteuerungen verwendbar. In die Zukunft blickt Oliver Kosberg optimistisch, allerdings bestehen seiner Meinung nach auch Unsicherheiten: "Im wirtschaftlichen Bereich sehen wir eine Stabilisierung des Marktes nach den Einbrüchen in 2009. Nach jetzigen Erkenntnissen ist mit einer Steigerung der Stückzahlen und des Umsatzes im In- und Ausland zu rechnen. Allerdings wird die größte Herausforderung in den kommenden Jahren die wirtschaftliche Lage sein. Kontinuierliche Umsatzsteigerungen wie vor 2009 sind nicht mehr zu erwarten.

Beim Torspezialisten Efaflex freut man sich über die gute Auftragslage in 2011. Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Inlandsplus bei weit über 20 Prozent und auch der Export brummt. "Zurzeit wird der durch die Wirtschaftskrise bedingte Investitionsstau abgebaut", erläutert Christopher Seysen, Geschäftsführer der EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG, Bruckberg. Und auch er sieht bei Torsystemen den Trend, zunehmend auf die Energieeinsparung zu achten. Daraus folge der erfreuliche Effekt , dass Tore heute nicht mehr als Schlusspunkt bei der Hallenplanung betrachtet würden. "Das Tor ist mittlerweile eine wichtige Schnittstelle im Produktionsprozess. Im Hinblick auf einen sicheren Materialfluss und zugleich der Forderung nach hoher Energieeffizienz, zerstören schlechte Tore Konzepte, bei denen sonst Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Toren kommt deshalb als zentralen Bestandteilen einer Industriehalle ein hoher Stellenwert zu. Sie werden frühzeitig in den Planungsprozess mit einbezogen."?

Teckentrup, einer der größten Hersteller von Tür- und Torsystemen in Europa, sieht bei Energieeffizienz und Wärmedämmung ebenfalls den Zukunftstrend. "Wir verbessern derzeit intensiv den Kälte- und Wärmeschutz von Toren, insbesondere für Lager, Hallen und Kühlhäuser. Aber auch beim Eigenheim spielt das Thema eine wichtige Rolle - speziell wenn die Garage in das Haus integriert ist", unterstreicht Meinolf Funkenmeier, Geschäftsführer der Teckentrup GmbH & Co. KG. So erreiche das neue Industrie-Sectionaltor SW 80 beispielsweise einen U-Wert von 0,58 W/m²K bei einer Torgröße von 5 mal 5 Meter. Das Tor sei konzipiert, um Hallen vor Wärmeverlusten zu schützen, in denen eine konstante Temperatur gefordert ist. Erreicht werde das durch 80 Millimeter dicke, mit PUR-Schaum gefüllte Torblatt-Paneele. Zusätzlich seien die Stahlsektionen thermisch getrennt. Spezielle Dichtungen zwischen den Paneelen und am Übergang zwischen Torblatt und Zarge minimierten den Energieverlust. Überhaupt stehe das Thema Nachhaltigkeit bei Teckentrup hoch im Kurs und spiegle sich auch in Lebenszyklus-Betrachtungen der Produkte wider: "Von der Produktion ihrer Bestandteile bis zum Recycling, müssen Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt neben sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigt werden", erläutert Funkenmeier und verspricht sich einen interessanten Austausch während der R+T 2012: "Wir erwarten auch im kommenden Jahr viele Besucher und rechnen mit einem noch internationaleren Publikum als 2009. Da Teckentrup auch Spezialist für innovative Brandschutzlösungen ist, bieten wir viele Ansatzpunkte für Fachgespräche."

Die R+T, Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz, findet alle drei Jahre statt. Auf insgesamt 105.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren während der R+T 2012 rund 800 Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Produkte, Trends, Innovationen und Dienstleistungen. Namhafte Partner sorgen von 28.02. - 03.03.2012 auf der Messe Stuttgart für ein anspruchsvolles Rahmenprogramm: Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS), der BVT - Verband Tore und der Industrieverband Technische Textilien - Rollladen - Sonnenschutz (ITRS) haben dabei die unterschiedlichen Zielgruppen im Auge. Während des Architekten- und Planertages geben Top-Referenten Einblick in Leichtbau und Fassadengestaltung.

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