Jury gibt Nominierungen für den Deutschen Spielgrafikpreis "GRAF LUDO 2011" bekannt

modell-hobby-spiel (30. September bis 3. Oktober 2011)
(PresseBox) (Leipzig, ) Die Finalisten für den Spielgrafikpreis "GRAF LUDO 2011" stehen fest. Die Jury gab heute bekannt, welche drei Titel es jeweils auf die Nominierungslisten in den Preiskategorien "Beste Kinderspielgrafik" und "Beste Familienspielgrafik" geschafft haben. Der GRAF LUDO 2011 wird am ersten Messetag (30. September, 11 Uhr) auf der modell-hobby-spiel vergeben.

Mit insgesamt drei verschiedenen Spielen ist Michael Menzel auf den Nominierungslisten vertreten. Damit geht die Hälfte aller Nominierungen auf sein Konto. Ob der begehrte Spielegrafikkünstler auch für einen der beiden Hauptpreise prädestiniert ist, wird sich im Herbst zeigen. Die Konkurrenz ist richtig stark. Mit Rolf Vogt ("Der verflixte Zaubertrank") ist beispielsweise der GRAF LUDO Vorjahressieger mit im Rennen. Auch Kerem Beyit ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der in Ankara geborene und vielfach ausgezeichnete Fantasy-Künstler illustrierte zahlreiche Bücher sowie Rollen- und Kartenspiele. Das Artwork für "Mount Drago" schuf Beyit zusammen mit Anne Pätzke. Last but not least ist auch der in Hamburg lebende Alexander Jung kein Neuling mehr. Im Spielebereich blickt er auf ein gutes Dutzend großer Titel zurück, darunter das sehr erfolgreiche "Fauna" aus dem Jahr 2008.

Folgende Spiele sind für den GRAF LUDO 2011 nominiert:

GRAF LUDO "Beste Kinderspielgrafik" 2011
- "Der verflixte Zaubertrank" wurde in der Schmidt-Spiele Edition "Drei Magier" gebraut. Das Spielrezept stammt von den Gebrüdern Frei. Für die magische Grafik sorgte Rolf Vogt, der im vergangenen Jahr mit "Vampire der Nacht" den Hauptpreis für die beste Kinderspielgrafik gewonnen hat.
- "Monsterfalle", erschienen im Kosmos Verlag und erdacht vom Autoren(ehe)paar Inka und Markus Brand, wurde von Michael Menzel illustriert.
- "Voll in Fahrt" geriet der Amigo Verlag bei dieser Spielidee von Bob Lindner. Die schwungvolle Grafik verdankt Amigo dem Illustrator Alexander Jung.

GRAF LUDO "Beste Familienspielgrafik" 2011
- "Eselsbrücke", erschienen bei Schmidt Spiele, ist eine Gemeinschaftsarbeit der Autoren Stefan Dorra und Ralf zur Linde. Für die Grafik sorgte Michael Menzel.
- "Mount Drago" erschien im Verlag Schmidt-Spiele ursprünglich unter dem Titel "Draco". Autor ist der Venezianer Leo Colovini. Die Fantasy-Illustrationen entstanden im Atelier von Kerem Beyit und Anne Pätzke.
- "Safranito" wurde in der Küche des Zoch Verlags nach einem Rezept von Autor Marco Teubner komponiert. Grafik und Illustration steuerte Michael Menzel bei.

Initiatoren und Intentionen

Der GRAF LUDO würdigt die gelungene grafische Umsetzung einer Spielidee und ehrt damit die Arbeit von Spielegrafikern und Illustratoren. Der Preis wurde von FamilyGames, dem Spielbereich des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, und der Leipziger Messe modell-hobby-spiel ins Leben gerufen und im Jahre 2009 zum ersten Mal verliehen. Der Name des Preises ist eine Wortspielerei und setzt sich aus "GRAF" als Abkürzung für Grafik und "LUDO", dem lateinischen Begriff für "ich spiele", zusammen.

Im Frühjahr wurden zwei Auswahllisten mit jeweils sechs Titeln aus den Kategorien Kinderspiel und Familienspiel von der Jury zusammengestellt. Es folgte eine Testphase durch eine Publikumsjury, bestehend aus jungen und erwachsenen Spielern. Neu in diesem Jahr: Die Fangemeinde "Spielernetzwerk" des größten Onlineshops Spiele-Offensive.de, bestehend aus Brettspielliebhabern und echten Fans, stimmte im eigenen Forum über die Spiele ab. Das Online-Votum der "Spielernetzwerker" wurde als eine Jurystimme gewertet und ging somit als wichtige Publikumsmeinung in die Wahl der Nominierten ein.

Preisverleihung am ersten Messetag der modell-hobby-spiel

Die Gewinner der Hauptpreise "GRAF LUDO - Beste Kinderspielgrafik" und "GRAF LUDO - Beste Familienspielgrafik" werden am ersten Tag der Leipziger Messe modell-hobby-spiel (30. September, 11 Uhr) im Rahmen eines Festaktes geehrt.

Die Jury setzt sich aus Medienvertretern, Künstlern und spielerfahrenen Menschen zusammen. In die Bewertung fließen neben der Grafik der Spieleschachtel auch der visuelle Gesamteindruck weiterer Spielmaterialien wie Spielplan, Spielkarten und Spielfiguren ein. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert und geht direkt an die Grafiker.

Hintergrund: Warum wird ein Spielegrafikpreis vergeben?

Deutschland ist seit fast zwei Jahrzehnten weltweit führend in Sachen spielerischer Innovation und Kreativität. Auf keinem anderen Markt der Welt erscheinen jährlich so viele neue und qualitativ hochwertige, traditionelle Gesellschaftsspiele. Spielen ist Kulturgut, daher gibt es auch hier wichtige Preise zu gewinnen, die für Verlage von größter ideeller und wirtschaftlicher Bedeutung sind. Beim Prozess der Spieleentwicklung wird jedoch häufig unterschätzt, welche wichtige Rolle Illustration und grafischer Gestaltung bei der Freude am Spiel zukommt. Illustratoren und Grafiker sind es, die die Atmosphäre eines Spieles prägen. Sie sind es, die uns spielerisch in fremde, exotische oder historische Welten eintauchen lassen. Die Grafik eines Spieles darf sich dabei aber nicht nur an rein ästhetischen Kriterien orientieren. Vielmehr trägt der grafische Gestalter eines Spieles auch hohe Verantwortung dafür, dass Übersichtlichkeit auf dem Spielbrett herrscht, klare Zuordnungen der einzelnen Spielmaterialien gewährleistet sind, Schriften, Zahlen, Zeichen und Symbole leicht lesbar sind, dass Spielerfarben sich deutlich voneinander unterscheiden und dass, so profan es klingen mag, auch bei schummrigem Licht immer noch alles klar zu erkennen ist. Die Gestaltung eines Spieles ist ganz zweifellos eine Kunst für sich, die mit dem Spielegrafikpreis GRAF LUDO gewürdigt wird.

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