Zehnte Tarifrunde in Hamburg hat begonnen

Demonstration vor Springer in Hamburg. Foto: Florian Büh (PresseBox) (Berlin, ) Am heutigen Mittag hat in Hamburg die zehnte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen begonnen. Der DJV erwartet vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, dass sich die Verleger auf dem Weg zu fairen und angemessenen Tarifverträgen weiter nach vorn bewegen. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring: "Wir sind noch nicht am Ziel. Vor einem möglichen Tarifabschluss liegen noch einige Stolpersteine, die aus dem Weg zu räumen sind." Das "Räumkommando", also die DJV-Tarifkommission, hat sich auf eine lange Verhandlungsrunde eingestellt. Die DJV-Pressestelle wird über die laufenden Verhandlungen und den Stand nach Abschluss der heutigen Tarifrunde informieren.

Streik für den Qualitätsjournalismus

"Morgen wird nur eine Notausgabe erscheinen", sagt André Herbst. Das Betriebsratsmitglied der Bergedorfer Zeitung engagiert sich mit einer großen Anzahl von Kollegen, auch der Hamburger Morgenpost, im Tarifstreit der Journalisten. Zur zehnten Runde haben sich die Tarifparteien in Hamburg eingefunden. "Mit hanseatischer Zurückhaltung haben wir bisher agiert. Damit ist nun bald Schluss", erklärt der Geschäftsführer des DJV in Hamburg, Stefan Endter. "In Hessen stehen die Pressen - an der Elbe gilt dasselbe", so sein Wahlspruch. Vor dem Springer-Verlagshaus demonstrierten am Mittag über 100 Journalisten. Viele Kollegen aus anderen Verlagshäusern und Redaktionen stärkten dabei den derzeit aktuell betroffenen Tageszeitungsjournalisten den Rücken. Denn sie wissen: Bald werden auch sie von Kürzungswünschen der Verleger betroffen sein, wenn sie sich nicht wehren.

Kontakt

Deutscher Journalisten-Verband e.V. Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten
Charlottenstr. 17
D-10117 Berlin
Hendrik Zörner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
E-Mail: zoe@djv.de

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