SCHMOLZ+BICKENBACH mit wiederum deutlich gestiegenen Umsatzerlösen und stark verbessertem Ergebnis

Weiterhin hohe Auslastung und positive Ertragserwartungen. Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise schwierig abschätzbar.
(PresseBox) (Düsseldorf, ) Emmenbrücke/Düsseldorf, 24. August 2011.
Die an der Schweizer Börse kotierte SCHMOLZ+BICKENBACH AG (SIX: STLN), ein welt-marktführendes Unternehmen für Spezialstähle (u.a. Werkzeugstahl, rostfreie Langstähle, Edelbaustahl) erzielte im 1. Halbjahr 2011 ein gegenüber dem Vorjahr deutlich höheres Konzernergebnis von EUR 69.8 Mio. (2010: EUR 4.4 Mio.). Die Umsatzerlöse stiegen auf EUR 2'087.3 Mio. (2010: EUR 1'477.4 Mio.). Das Betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich annähernd auf EUR 199.0 Mio. (2010: EUR 102.3 Mio.), was einer Marge von 9.5% entspricht. Das EBIT stieg auf EUR 142.9 Mio. (2010: EUR 49.2 Mio.), die Marge beträgt 6.8%.

Die Nachfrage aus allen Marktsegmenten hat sich wie 2010 weiter schrittweise erhöht, was zu hohen Bestellungseingängen, Auftragsbeständen und Produktionsmengen führte. Die Auslastung der Werke und Verarbeitungsbetriebe sowie der Distributionsgesellschaften liegt weiterhin auf hohem Niveau. Die in den Vorjahren eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen wirken sich positiv aus.
Die Folgen der weltweiten Finanz- und Währungskrise sowie die daraus entstehende Verunsicherung mit deren Auswirkung auf unsere Unternehmung sind derzeit schwerlich zu überblicken. Nachteilhaft wirkt sich bei den Schweizer Werken, welche allerdings nur einen kleineren Teil der Gruppe darstellen, die Entwicklung des CHF gegenüber dem EUR aus.

Wir gehen davon aus, für das Gesamtjahr gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich höhere Umsatzerlöse und ein verbessertes Ergebnis zu erzielen.

Das erste Halbjahr 2011 war gekennzeichnet durch eine starke Nachfrage nach Spezialstahlprodukten. Speziell die Automobil- und Automobilzulieferindustrie produzierte auf Hochtouren. Aber auch unsere anderen wichtigen Abnehmersegmente wie Maschinen- und Apparatebau, Hydraulik, Energiegewinnung und -erzeugung zeigten einen positiven Verlauf. Als Folge liefen alle unsere Produktions- und Verarbeitungswerke unter voller Auslastung. In Einzelfällen kam es sogar zu Lieferengpässen, die wir durch Kapazitätsaufstockungen beseitigen konnten. Auch unsere Distributionsgesellschaften profitierten von der guten Nachfragesituation.

In Folge der guten Stahlkonjunktur konnten auch die Erlöse schrittweise erhöht werden. Da die Schrott- und Legierungspreise relativ stabil waren, verbesserte sich dadurch die Marge. Die Auswirkungen der in den Vorjahren optimierten Kostenstrukturen trugen ebenfalls zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Es ist uns damit gelungen, die im Abschwung von 2008 bis 2009 erreichten Kosteneinsparungen auch in der Aufschwungphase weitgehend zu halten.

Kennzahlen
Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im ersten Halbjahr 2011 aufgrund der höheren Absatz-mengen und der gestiegenen Erlöse um 41% auf EUR 2'087.3 Mio. (2010: EUR 1'477.4 Mio.). Das Betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) nahm um 95% auf EUR 199.0 Mio. (2010: EUR 102.3 Mio.) zu. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 9.5%.
Die Abschreibungen und Wertverminderungen erhöhten sich nur leicht auf EUR 56.1 Mio. (2010: EUR 53.1 Mio.).

Das EBIT beträgt EUR 142.9 Mio. (2010: EUR 49.2 Mio.) und stieg damit um 190%. Das Finanzergebnis weitete sich wegen der höheren Mittelbindung aufgrund der gestiegenen Geschäftsaktivität und der daraus resultierenden Nettoverschuldung sowie der höheren Finanzierungskosten auf EUR -46.0 Mio. (2010: EUR -40.5 Mio.) aus. Aufgrund der positiven Entwicklung der Net debt / EBITDA Relation konnte die Zinsmarge seit Mitte des 2. Quartals 2011 reduziert werden. Eine weitere Reduzierung wird sich im 3. Quartal einstellen. Das Konzernergebnis (EAT) hat sich gegen-über der Vorjahresperiode massiv auf EUR 69.8 Mio. (2010: EUR 4.4 Mio.) erhöht.

Der Cash flow vor Erwerb von Konzerngesellschaften beträgt EUR 13.1 Mio. (2010: EUR - 135.9 Mio.). Die Bilanzsumme erhöhte sich auf EUR 2'807.9 Mio. (31.12.2010: EUR 2'557.8 Mio.). Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen trotz einer starken Geschäftsausweitung nur leicht auf EUR 956.5 Mio. an (31.12.2010: EUR 926.9 Mio.). Das Eigenkapital erhöhte sich auf EUR 862.2 Mio. (31.12.2010: EUR 795.8 Mio.). Trotz des höheren Eigenkapitals ermäßigte sich der Eigenkapitalanteil aufgrund der Bilanzausweitung leicht auf 30.7% (31.12.2010: 31.1%).

Die Investitionen beliefen sich auf EUR 38.1 Mio. (2010: EUR 41.3 Mio.). Das wichtigste Investitionsvorhaben des Konzerns, der Neubau des Stahl- und Schmiedewerkes von A. Finkl & Sons Co. in Chicago, ist weit fortgeschritten und die stufenweise Inbetriebnahme ist angelaufen.

Die Zahl der Mitarbeiter ist im Rahmen der Mengenausweitung von 10'000 per Ende 2010 auf 10'198 per 30. Juni 2011 angestiegen.

Finanzierung
Die anlässlich der Generalversammlung vom 15. April 2011 beschlossene Umwandlung des Hybridkapitals in ordentliches Aktienkapital wurde erfolgreich umgesetzt. Der Umfang des bestehen-den ABS-Programmes wurde in zwei Schritten auf EUR 300 Mio. aufgestockt.

Corporate Governance
Zur weiteren Stärkung der Corporate Governance hat der Verwaltungsrat Anpassungen beim Nomination and Compensation Committee beschlossen. Das Committee wird neu von Dr. Hans-Peter Zehnder präsidiert, der aufgrund seiner Unabhängigkeit und seiner Industrie-Erfahrung die not-wendigen Voraussetzungen mitbringt. Des Weiteren wurde das Committee durch die Person von Benoît D. Ludwig ergänzt, der aufgrund seiner langjährigen internationalen Erfahrung entsprechende Best Practice einbringt.

Aussichten
Die Produktions- und Verarbeitungswerke sowie die Distributionsgesellschaften sind mit hohen Auftragsbeständen in das zweite Halbjahr gestartet. Von unseren Abnehmern in den diversen Marktsegmenten erhielten wir bisher positive Rückmeldungen über deren Erwartungen für die nähere Zukunft. Die Märkte für hochwertige Stahlprodukte, das Betätigungsfeld unserer Unternehmung, präsentieren sich nach wie vor deutlich positiver als jene für Commodities. Inwieweit die aktuellen Turbulenzen an den Finanz- und Devisenmärkten zu einer Neubeurteilung führen wer-den, ist derzeit schwierig abzuschätzen. Für unsere schweizerischen Werke ist die aktuell irrationale Entwicklung der CHF/EUR-Relation eine erhebliche Belastung, wenn sich der Wechselkurs längerfristig so einstellen würde. Wir begegnen ihr soweit möglich mit entsprechenden Gegenmaßnahmen. Wir gehen davon aus, dass die in der Währungsspekulation begründete Verzerrung sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Normalität wandeln wird.
Bekanntlich wird der Mengenausstoß im zweiten Halbjahr jeweils durch die Werksferien im Juli/August resp. Dezember beeinflusst. Basierend auf den Markterwartungen und den uns vorliegenden Auftragsbeständen gehen wir auch für das Gesamtjahr 2011 von Umsatzerlösen und Ergebniswerten aus, die nochmals deutlich über dem Vorjahr liegen werden.

Kontakt

SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe
Eupener Straße 70
D-40549 Düsseldorf
Nina Hertel
additiv pr
Pressekontakt
Social Media