Elektrokleingeräte in Europa im Aufwärtstrend

Ergebnisse von GfK Retail and Technology für das erste Halbjahr 2011
(PresseBox) (Nürnberg, ) Der europäische Markt für Elektrokleingeräte setzt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres seinen Aufwärtstrend fort. Während die westeuropäischen Märkte einen Umsatzanstieg von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, ist es in Osteuropa sogar ein Plus von 25 Prozent. Zusammen ergibt sich daraus für Europa ein Zuwachs von insgesamt 8 Prozent. Das sind Ergebnisse von GfK Retail and Technology anlässlich der IFA 2011 in Berlin.

Aufgrund von Marktgröße und der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr ist Russland der wichtigste Wachstumsmarkt in Europa. Ebenfalls überaus konsumfreudig bei Elektrokleingeräten zeigen sich die Verbraucher in Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Besonders im ersten Quartal vermeldete die Branche Erfolge und legte in allen europäischen Ländern zu. In der Ukraine, Polen, Russland und Tschechien wächst der Umsatz zweistellig und trägt damit zum Aufwärtstrend des Gesamtmarktes bei. Die Krise, die die Verkäufe für Elektrokleingeräte im Jahr 2009 geschwächt hat, scheint offenbar überwunden zu sein.

Doch welche Produkte tragen am meisten zum diesem Erfolg bei? In Osteuropa steigt der Umsatz im ersten Halbjahr vor allem dank Bodenstaubsaugern, Wasserkochern, Geräten aus dem Bereich Küchenhilfen, Dampfbügeleisen sowie Kaffee- und Espressovollautomaten an. Hingegen sind in Westeuropa vor allem Kaffee- und Espressovollautomaten, Saugroboter, Geräte aus dem Bereich Küchenhilfen, elektrische Zahnbürsten und Espressokapselsysteme für die positive Marktentwicklung verantwortlich. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hat das Wachstum zwei Gründe. Auf der einen Seite kaufen die Konsumenten deutlich mehr Geräte als im Vorjahr auf der anderen geben sie auch für ihre Neuanschaffungen mehr Geld aus.

Tschechen, Deutsche und Niederländer kaufen gerne online

Sowohl der stationäre Handel als auch die Online-Verkäufe sorgen für ein Plus bei den Elektrokleingeräten. Der Anteil der Online-Umsätze steigt jeweils um 3 Prozentpunkte auf 13 Prozent in West- und 8 Prozent in Osteuropa. Vor allem hochwertige Produkte wie Küchenmaschinen, Kaffee- und Espressovollautomaten sowie Saugroboter kaufen die Europäer gerne im Internet. Besonders beliebt ist der Einkauf übers Netz bei den westeuropäischen Konsumenten in Deutschland und den Niederlanden, wo 18 beziehungsweise 19 Prozent der Umsätze online erwirtschaftet werden. In Osteuropa wohnen die größten Internet-Fans in Tschechien, wo jeder fünfte Euro für Elektrokleingeräte online ausgegeben wird.

Energieeffiziente Bodenstaubsauger populärer im Westen

Ein Blick auf die einzelnen Produktgruppen zeigt, dass Staubsauger weiterhin das Zugpferd innerhalb der Elektrokleingeräte sind und einen signifikanten Teil zum Wachstum beitragen. Ähnlich erfolgreich sind Küchenhilfen, Kaffee- und Espressovollautomaten, Espressokapselsysteme, Wasserkocher, Bügeleisen und elektrische Zahnbürsten.

Zwei Drittel des europäischen Gesamtumsatzes mit Staubsaugern werden nach wie vor mit traditionellen Bodenstaubsaugern erwirtschaftet. Einen großen Teil des Wachstums ist hier energieeffizienten Geräten zu verdanken, wobei die Konsumenten in Westeuropa mehr Interesse an diesen umweltschonenden Produkten zeigen als ihre Nachbarn im Osten. Am meisten Dynamik gibt es in einigen kleineren Teilbereichen. So verzeichneten Allessauger und Akkuhandstaubsauger ein zweistelliges Plus. Die Gewinner sind aber Saugroboter, die ihren Umsatz verdoppeln und mittlerweile immerhin einen Anteil von fast 5 Prozent haben. Sie erfreuen sich derzeit sehr unterschiedlicher Popularität in Europa - überdurchschnittlich oft kaufen Konsumenten in den beiden südeuropäischen Ländern Italien und Spanien diese kleinen Haushaltshelfer.

Kaffee- und Espressovollautomaten in der Gunst der Konsumenten

Wenn es um die tägliche Tasse Kaffee geht, sind derzeit Kaffee-und Espressovollautomaten sowie Espressokapselsysteme am erfolgreichsten und erzielen zweistellige Zuwächse. Hingegen gehen die Umsätze mit Filterkaffeemaschinen und Padmaschinen leicht zurück. Damit scheint bei Vollautomaten der Abwärtstrend aus dem vergangenen Jahr überwunden zu sein. Allerdings entfallen in diesem Bereich 80 Prozent des Gesamtumsatzes in Westeuropa auf Deutschland. Dementsprechend stark wirkt es sich aus, wenn die Konsumenten hierzulande wieder verstärkt zu diesen Produkten greifen. Ebenfalls zweistellig wachsen die Umsätze in Russland und Polen.

Körperpflege-Sparte boomt in Osteuropa

Der Bereich der Körperpflege, zu dem unter anderem elektrische Zahnbürsten, Haartrockner, Hair-Styling-Geräte, Epiliergeräte, Herrenrasierer und Haarschneider zählen, verzeichnet im ersten Halbjahr ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den westeuropäischen Umsatzzuwachs von 5 Prozent übertreffen die osteuropäischen Länder mit knapp 18 Prozent deutlich. Die Wachstumslokomotiven sind hier vor allem die Märkte in Russland und der Ukraine.

Besonders gut verkaufen sich elektrischen Zahnbürsten, Hair-Styling-Geräte, Herrenrasierer und Laser/IPL-basierte Geräte zur Haarentfernung, wobei die letzteren bisher hauptsächlich in den westlichen Ländern in den Regalen zu finden sind. Der Bereich Herrenrasierer bestätigt seinen Aufwärtstrend aus dem vergangenen Jahr. Hier steigen vor allem die Konsumenten in Russland auf die elektrische Variante der Bartpflege um und bescheren der Branche steigende Umsätze.

Zur Methode

GfK Retail and Technology erhebt im Rahmen des Handelspanels in mehr als 80 Ländern weltweit regelmäßig Daten zu Elektrokleingeräten in den Segmenten Getränkezubereitung, Küchenhilfen, Körperpflegeprodukte, Heim-Komfortprodukte sowie Ersatzbedarf. Für den westeuropäischen Markt liegen dieser Auswertung Informationen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien zu Grunde. Die Daten für den osteuropäischen Markt umfassen die sechs Länder Polen, Russland, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Ungarn.

Weitere Informationen: Udo Jansen, +49 911 395 2936, udo.jansen@gfk.com, oder im Messebüro auf der IFA in Berlin vom 2. September bis 7. September 2011 (VIP Raum 2, Großer Stern).

Kontakt

GfK
Nordwestring 101
D-90419 Nürnberg
GfK Corporate Communications
Social Media