All For One bietet viel Aktie für wenig Kurs

(PresseBox) (Filderstadt-Bernhausen, ) Noch zu Jahresbeginn stürzten sich die Anleger auf die Aktie des SAP-Dienstleisters All For One Midmarket. Um mehr als 70 Prozent ging es innerhalb von zwei Monaten nach oben. Doch dann setzte eine deutliche Korrektur ein.

Gerade für Value-Anleger ist die Aktie einen Blick wert. Analysten sehen ein Kurspotenzial von 60 Prozent. Mit einem Börsenwert von insgesamt 32,7 Mio. Euro, davon befinden sich sogar nur knapp 24 Prozent im Streubesitz, fällt das Unternehmen aus Filderstadt-Bernhausen klar in die Rubrik der Small Caps. Und diese Gruppe hat es im Moment nicht leicht an den Finanzmärkten. Vor allem die mitunter recht geringe Handelsliquidität stellt ein Problem für manchen Profianleger dar. Zudem ist es beinahe traditionell so, dass Nebenwerte im Aufschwung zwar klare Outperformer sind. Sobald sich konjunkturelle Bild verschlechtert, geht es mit den Kursen der Aktien aus der zweiten und dritten Reihe allerdings auch überdurchschnittlich bergab.

Dieses Phänomen bekommt derzeit All For One Midmarket zu spüren. Das Unternehmen ist ein SAP-Dienstleister mit Fokus auf Lösungen für den Mittelstand. Offenbar ein lukratives Geschäft - schließlich toppt die Gesellschaft beinahe im Quartalsrhythmus die Erwartungen und nähert sich kontinuierlich den eigenen Margenzielen. Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 - All For One Midmarket bilanziert zum 30. September - kam der Umsatz um knapp elf Prozent auf 66,1 Mio. Euro voran. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich mit 3,3 Mio. Euro etwa verdoppelt. Die EBIT-Marge erreichte demnach fast 5,1 Prozent. Nach Steuern bleiben 2,6 Mio. Euro hängen. Das Ergebnis je Aktie machte einen Satz von 0,26 auf 0,50 Euro.

Zwischenbericht hat Erwartungen klar übertroffen

"Mit den Q3-Zahlen hat All For One Midmarket unsere Erwartungen klar übertroffen", sagt Daniel Großjohann von der Frankfurter BankM. Aber auch Vorstandschef Lars Landwehrkamp zieht ein positives Fazit: "Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilzulieferindustrie sowie die Projektdienstleister haben sich schneller als erwartet von den Folgen der Krisenjahre 2008 und 2009 erholt. Das sorgt für zusätzlichen Rückenwind."

Für das Gesamtjahr 2010/11 rechnet Landwehrkamp mit einem EBIT von 4,0 Mio. Euro. Der Umsatz soll den Vorjahreswert von 78,8 Mio. Euro um etwa zehn Prozent übersteigen. Bis Mitte Juli lauteten die Zielvorgaben noch 3,4 Mio. Euro EBIT bei einem Erlösplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bilanziell präsentiert sich die Gesellschaft nach der erfolgreichen Umstrukturierung recht solide. Die Eigenkapitalquote betrug per 30. Juni 58 Prozent. Bezogen auf die einzelne Aktie ergibt sich ein Buchwert von 6,69 Euro, was in etwa dem aktuellen Aktienkurs entspricht.

Auch Dividendenanhänger sollten bei All For One Midmarket nicht zu kurz kommen. Nachdem für das Vorjahr neben einer regulären Gewinnbeteiligung von 0,15 Euro noch ein einmaliger Bonus von ebenfalls 0,15 Euro gezahlt wurde, dürften die 0,15 Euro für 2010/11 die absolute Untergrenze sein. BankM-Analyst Großjohann hat zurzeit 0,25 Euro in seinen Planungen stehen. Das würde einer überdurchschnittlichen Rendite von 3,7 Prozent entsprechen.

Abgerundet wird das attraktive fundamentale Bewertungsbild durch das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,6. Itelligence, das vermutlich am ehesten vergleichbare Unternehmen, wird zurzeit mit dem 12,8-fachen der für 2012 prognostizierten Erträge bewertet. Unterm Strich bietet All For One Midmarket also jede Menge attraktive Kennzahlen. Lediglich die Markttechnik sieht nicht wirklich einladend aus. Allerdings: Von einem ähnlichen Niveau wie jetzt startete Anfang des Jahres eine eindrucksvolle Kursrally. Natürlich sehen die Vorzeichen diesmal etwas anders aus, doch bei Kursen um 6,75 Euro kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

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Dirk Sonntag
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Leiter Public und Investor Relations
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