Fachkräftesicherung durch Ausbildung

Zahl der Lehrstellen auf hohem Niveau stabilisiert
(PresseBox) (Stuttgart, ) Stabile Ausbildungszahlen kann das Handwerk der Region Stuttgart zum Beginn des neuen Lehrjahres vorweisen. Das Plus an neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen liegt zum 1. September im Vergleich zum Vorjahr bei 0,1 Prozent. Insgesamt wurden 3158 Berufsanfänger in den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk registriert. "Die Entwicklung ist ein Signal, dass das Zukunftsthema Nachwuchssicherung von den Unternehmern erkannt und umgesetzt wird", erklärt Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Der Fachkräftemangel nimmt auch im Handwerk zunehmend ernst zu nehmende Konturen an. "Deshalb ist in diesem Jahr der Run auf die geeigneten Bewerber so früh wie noch nie angesprungen. Die Einstellungen wurden schon im Frühjahr vorgenommen, um auf der sicheren Seite zu sein", berichtet Kammerchef Claus Munkwitz. Die Zahl der neuen Azubis hätte allerdings höher ausfallen können, wenn es die Qualität der Bewerber zugelassen hätte. In einer von der Handwerkskammer durchgeführten Umfrage haben Betriebe erklärt, man habe sich von den Auszubildenden wieder getrennt, weil es neben häufigen Fehlzeiten Motivationsdefizite und Probleme mit dem Sozialverhalten gegeben habe. Nach wie vor sind noch zahlreiche Ausbildungsstellen im Handwerk in der Region Stuttgart als frei gemeldet. Alleine in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer sind 437 Stellen in 63 verschiedenen Gewerken vakant. So sind beispielsweise im Friseur-Handwerk noch 44 Stellen, im Elektroniker-Handwerk 23 freie Ausbildungsplätze zu besetzen.

Eine bessere Heranführung der Schulabgangsklassen an den beruflichen Alltag verspricht sich das Handwerk von der praxisorientierten Umsetzung der von der Landesregierung angekündigten schulpolitischen Reformen. Mit zielgruppengenauen Werbemaßnahmen hat die Handwerkskammer Region Stuttgart in den letzten Monaten die Berufsorientierungsmaßnahmen weiter verstärkt. Eine Infotour an Schulen, der bundesweite Aktionstag Ausbildung, das Engagement bei den Ausbildungsmessen in den Landkreisen und das neu eingeführte Berufecasting haben vielen Schulabgängen die mögliche Karriereleiter in einem der 100 Ausbildungsberufe im Handwerk transparent dargestellt.

Jugendlichen, die noch keinen Lehrvertrag in der Tasche haben, rät Munkwitz, nicht aufzugeben und sich weiter zu bewerben: " Noch sind alle Chancen offen - auch nach dem offiziellen Beginn des Lehrjahres ist die Türe für Jugendliche mit der erforderlichen Ausbildungsreife noch lange nicht zu". Sie können sich weiterhin bei der Handwerkskammer über die freien Ausbildungsplätze informieren. Munkwitz: "Wir sind dringend auf den Nachwuchs angewiesen!" Wer längerfristig planen will: Für das Ausbildungsjahr 2012 stehen in der Lehrstellenbörse bereits viele freie Plätze im Angebot.

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Gerd Kistenfeger
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