Xinnovations 2011 - die Leitkonferenz für internetbasierte Informationstechnologien

19.09 – 21.09. 2011, Humboldt-Universität zu Berlin
(PresseBox) (Berlin, ) Die Dynamik, mit der das Internet die gesellschaftlichen Abläufe verändert hat, ist ungebrochen und wurde durch das mobile Internet noch beschleunigt. Althergebrachte Gewohnheiten, Organisationsstrukturen im Privaten und Beruflichen stehen auf dem Prüfstand.

Ziel der seit 2003 jährlich einmal an der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Freien Universität und dem Xinnovations e.V. stattfindenden Konferenz ist es, in wissenschaftlichen Workshops und Wirtschaftsforen die vielfältigen Fragestellungen, die mit dem Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien verbunden sind, zu thematisieren, neue Lösungen zu präsentieren und weitere Trends auszumachen.

Das diesjährige Konferenzprogramm spannt den Bogen von der Barrierefreiheit im Web, über Online-Werkzeuge für Verbände, NGOs und Verwaltungen, Gesundheitsportalen bis hin zur elektronischen Kommunikation zwischen dem Justizwesen und der Anwaltschaft.

Forum Corporate Sematic Web
Im wissenschaftlichen Workshop Corporate Semantic Web wird u. a. diskutiert, wie man Suchmaschinen schlauer macht. Denn bisher stehen Betreiber von E-Commerce-Portalen vor dem Problem, dass Suchmaschinen nur eine kurze Vorschau auf die jeweiligen Produkte und Dienstleistungen zeigen. Prof. Martin Hepp von der Universität der Bundeswehr stellt im Workshop das von ihm entwickelte Vokabular GoodRelations vor, mit dem Portalbetreiber ihre Produkte und Dienstleistungen in einer strukturierten Form beschreiben können, die von Suchmaschinen, mobilen Anwendungen und Browser-Erweiterungen einfach verarbeitet werden kann und somit die Sucherfolge qualitativ verbessert.

Forum E-Government
Im Forum E-Government geht es um eine Bestandsaufnahme und Bewertung der Projekte der ServiceStadt Berlin und einen darüber hinausgehenden Diskurs über die Entwicklung einer transparenten und intelligenten Stadt durch offensiven Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnolgien. Teilnehmer des Diskurses sind u. a. der Leiter des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora, Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zepplin University Friedrichshafen, Direktor Telekom Institute for Connected Cities, Udo Rienaß, Abteilungsleiter Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Freie Universität Berlin und Fraunhofer Fokus. Eins der konkreten Projekte das präsentiert wird, ist das "Elektronische Bau- und Genehmigungsverfahren (eBG) in Berlin". Ziel des seit 2006 in allen Behörden der Berliner Bauaufsicht eingeführten Fachverfahrens war es, alle bauaufsichtlichen Verfahren browserbasiert abwickeln zu können - vom Antrag bis zum Bescheid. Die Prozessorientierung bildet dabei die Grundlage. Für dieses Leitprojekt aus dem Modernisierungsprogramm ServiceStadt Berlin 2007 - 2011 wird Bilanz gezogen: Welche Ergebnisse wurden erreicht? Welche Aufgaben warten noch auf eine Umsetzung? Welchen Einfluss hat eine heterogene Berliner IT-Landschaft? Was hat der (Fach-)Bürger davon?

Forum E-Health
Die Gesundheitsbranche hat das Web als Informationskanal erkannt. Angefangen bei Arztpraxen über Krankenhäuser, Kliniken: der Eintrag im Telefonbuch reicht nicht mehr, um gefunden zu werden. Gesundheitsdienstleister nehmen in zunehmendem Maße die Möglichkeiten der digitalen Welt in Anspruch. Apps und interaktive Webauftritte ersetzten das Faltblatt und bieten Differenzierungsmöglichkeiten zum Wettbewerb. Unzählige Portale, Foren und Webservices wollen informieren und aufklären. Der Patient partizipiert und wird zum Konsument. Er stellt akribisch seine Krankengeschichte ins Netz, diskutiert mit anderen Erkrankten. Er bewertet und studiert Bewertungen. Probleme werden zunehmend nicht mehr dem Arzt, sondern der Internetgemeinde geschildert. Da stellt sich die Schlüsselfrage: findet der "E-Patient" die Antwort, die er sucht? Auf diese und die damit verbundenen Fragen nach Datenschutz etc. wird das Forum E-Health Antworten geben.

So stellt Prof. Dr. Thomas Meyer von Charité - Universitätsmedizin Berlin, im Forum unter dem Namen "AmbulanzPartner.de" eine Web-Unterstützung für die ambulante Versorgung vor. Denn gerade in der ambulanten medizinischen Versorgung ist eine Koordination von Ärzten, Therapeuten, Medizinprodukteanbietern, Dienstleistern und anderen Akteuren notwendig. Die Abstimmung der unterschiedlichen Partner ist komplex und mit erheblichen Defiziten behaftet. AmbulanzPartner.de ist ein geschütztes Internetportal zum Management der ambulanten Versorgung. Tätigkeitsschwerpunkt von AmbulanzPartner.de ist die Koordinierung von Spezialisten der Hilfs- und Heilmittelversorgung. In einer elektronischen „Versorgungsakte“ werden alle relevanten Versorgungsdaten erfasst und den Akteuren sowie dem Patienten bereitgestellt. Diese Informationen sind für den Versorgungsprozess von Hilfs- und Heilmitteln jeder Art von Bedeutung. Weiterhin haben die Patienten die Möglichkeit, die bestehenden Hilfsmittel, ihre Nutzbarkeit und mögliche Belastungen zu bewerten sowie Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten („Offene Innovation“). AmbulanzPartner.de ist ein moderierter Marktplatz für Produkte und Dienstleistungen in der komplexen ambulanten Versorgung.

Forum E-Justice
Die Digitalisierung hält bereits seit vielen Jahren Einzug in die Justiz. Fachverfahren zur Verwaltung der Akten und zur Unterstützung der anwaltlichen und richterlichen Tätigkeit sind nicht mehr aus dem Alltag eines Juristen wegzudenken. Auch die Möglichkeit der elektronischen Kommunikation mit den Gerichten ist den letzten Jahren geschaffen worden. Der erwartete Mehrwert und die Vorteile einer durchgehenden papierlosen Aktenbearbeitung haben sich jedoch bislang nicht eingestellt. Hintergrund für den ins Stocken geratenen Entwicklungsprozess ist, dass die zunehmende Digitalisierung die Justiz und Anwaltschaft nicht nur zwingt, althergebrachte Verfahrensweisen zu überdenken und neu zu gestalten, sie wirft auch eine Vielzahl von technischen und damit korrelierenden rechtlichen Fragestellungen auf, die mitunter auch das Selbstverständnis der Justiz als dritte Gewalt und die richterliche Unabhängigkeit berühren.

Generelles Ziel der E-Justice-Foren im Rahmen der Xinnovations ist es, einzelne der sich aus dem Digitalisierungsprozess ergebenden Problemfelder zu analysieren und gemeinsame Lösungsvorschläge zu erarbeiten. So geht es im Forum 2011 um die Organisation der elektronischen Kanzlei, die elektronische Versicherungskommunikation aus der Sicht von Justiz und Anwaltschaft und das mobile Arbeiten mit Smartphones, Tablets und Cloud Computing. Eröffnet wird das Forum vom sächsischen Staatssekretär Dr. Wilfried Bernhardt mit dem Thema "Elektronischer Rechtsverkehr und elektronische Aktenführung, die Bausteine für eine zukunftsfähige Justiz".

Veranstalter
Veranstalter der Xinnovations sind: Prof. Johann-Christoph Freytag, PhD, Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf, Freie Universität Berlin und Rainer Thiem, Xinnovations e.V.

Preise
Die Veranstaltung ist kostenpflichtig.
Tagesticket 39,00 EUR,
Konferenzticket für die Teilnahme an allen Veranstaltungen 99,00 EUR

Weitere Informationen
http://www.xinnovations.de

Pressekontakt:
Xinnovations e. V.
Rainer Thiem
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel.: 030 21001 470
Email: rainer.thiem@xinnovations.org

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