Ist (Aus-)Bildung Verschwendung? Sind unsere Ingenieur-Azubis lean?

© Stauke - Fotolia.com (PresseBox) (Marktheidenfeld, ) Wie viel Know-how ist wirklich notwendig, um heute in der Industrie einen „guten Job" zu machen? Wie wertschöpfend ist unser Bildungs- und Ausbildungssystem wirklich? Bei vielen Stellenanzeigen hat man den Eindruck, dass Mehrsprachlichkeit und Reisebereitschaft wichtiger sind als Fachkenntnisse. Kaum ein Absolvent gibt sich mit dem Bachelor zufrieden, ein Master muss es schon sein.

Vor allem was ist mit den Facharbeitern? Denjenigen, die nicht studiert haben, sondern Ihren Job „von der Pike auf" gelernt haben? Aus meiner Erfahrung sind das die wirklichen „Bottle Necks" in den Betrieben. Bildung wird heute fälschlicherweise immer noch gleichgesetzt mit Abitur und Studium.

Lean heißt Verschwendung einzusparen und somit möglichst auf alle nicht wertschöpfenden Aktivitäten zu verzichten! Ist unser Bildungs- und Ausbildungssystem frei von Verschwendung oder müssen wir nicht schnellstes darüber nachdenken, wie unser Bildungs- und Ausbildungssystem „leaner" wird?

Jeder, der mit offenen Augen durch unser (Aus-)Bildungssystem gewandert ist, wird kaum bestreiten wollen, dass es genügend Ansatzpunkte gäbe, um Verschwendung zu eliminieren. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ein kaum zu tolerierender Fakt.

Die Fallstricke liegen hier - ähnlich wie bei der Einführung von Lean im Unternehmen - bei den beteiligten Lehrern, Ausbildern, Personalentwicklern, Professoren oder auch den entsprechenden Bildungsministerien. Zu viele Beteiligte und zu viele verschiedene Meinungen verklären den Blick aufs Wesentliche. Welches Know-how brauchen unsere Mitarbeiter wirklich und wie sollte der Ausbildungsweg aussehen, der genau dieses Know-how möglichst „lean" vermittelt?

Karl Heinz Döppler
Herausgeber LEANmagazin
http://www.leanmagazin.de

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