Vom handschriftlichen Entwurf zur kooperativen Softwareentwicklung

Startschuss zum Projekt „Kooperative Modellierung mit domänenspezifischen Sprache
(PresseBox) (Dortmund, ) Die frühen Phasen der Softwareentwicklung sind gleichzeitig auch die kreativen Phasen, in denen eng in Teams zusammengearbeitet wird. Es fehlt jedoch an Werkzeugen, die diesen Entwurfsprozess nachhaltig unterstützen. Das vom BMBF geförderte Projekt KoMo soll hier einen wesentlichen Beitrag zu mehr Effizienz leisten und den Prototypen für eine Workbench liefern, mit denen Whiteboard-Skizzen in OpenSAGA-basierte Software übersetzt, Inkonsistenzen erkannt und wieder in Skizzen rückübersetzt werden können.

In dem vom Bundesministerium geförderten Projekt "Koope-rative Modellierung mit domänenspezifischen Sprachen" (KoMo) soll ein automatisierter und bidirektionaler Überset-zungsmechanismus zwischen Whiteboard-Skizzen und digital verarbeitbaren Modellen geschaffen werden.

Die frühen Phasen der Softwareentwicklung sind auch die kreativen Phasen, in denen eng in Teams zusammen gearbei-tet wird und eine gute Kooperation kritisch für den Projekter-folg ist. Typischerweise werden mithilfe von Kreativtechni-ken in Team-Workshops die anstehenden Themen erarbeitet und die Ergebnisse in Diagrammen festgehalten. Dabei haben sich handschriftlich genutzte Wandtafeln (Whiteboards) als Arbeitsmedium in der Praxis durchgesetzt.

Allerdings müssen die auf den Whiteboards erzeugten hand-schriftlichen Diagramme bislang manuell - und damit auf-wändig und fehleranfällig - in formale Modellierungswerk-zeuge übertragen werden, bevor mit der eigentlichen Pro-grammierung begonnen werden kann. Gegenwärtig sind am Markt keine Werkzeuge für eine effiziente, nutzergerechte Unterstützung dieser frühen Phase des Entwurfsphasen vor-handen.

Das KoMo-Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, einen sol-chen automatischen und bidirektionalen Übersetzungsmecha-nismus entwickeln. Diese kreative kollaborative Entwick-lungsarbeit soll durch eine Modelldatenverwaltung unterstützt werden, die in der Lage ist, auch parallel erstellte Versionen wieder korrekt zu integrieren. Durch die Minimierung des manuellen Synchronisationsaufwandes werden störende Un-terbrechungen in den kreativen Arbeitsphasen weitgehend vermieden. Außerdem wird die Arbeitseffizienz durch Auto-matisierung dieser bisher aufwendigen und fehleranfälligen Tätigkeiten maßgeblich gesteigert sowie die Qualität der Ar-beitsergebnisse verbessert. Erwartet werden im Ergebnis gro-ße Einsparungspotenziale in den frühen Phasen der Software-entwicklung.

Partner im Projekt, das bis zum 30.06.2013 läuft, sind die QuinScape GmbH, die MCR Informationssysteme GmbH und der Lehrstuhl Software Systems Engineering der TU Clausthal unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Rausch. QuinScape hat die Leitung des Projekts übernommen und bringt in das Projekt sein Know how zum Open Source-Framework OpenSAGA in das Projekt ein. Assoziierte Part-ner aus dem IT-Bereich und der Industrie stehen für die Be-stimmung der Anforderungen und die Evaluation der Ergeb-nisse zur Verfügung.

"Wir sind sehr glücklich über dieses bedeutsame Projekt. Mit der MCR haben wir einen ausgewiesenen Experten im Be-reich der Whiteboard-Technologien eingebunden, während Prof. Dr. Rausch und seine Mitarbeiter zentrale wissenschaft-liche Vorarbeiten in das Projekt einbringen", so Dr. Norbert Jesse, Geschäftsführer der QuinScape GmbH.

Weitere Informationen unter www.quinscape.de und http://www.pt-it.pt-dlr.de/... .

Kontakt

QuinScape GmbH
Wittekindstr. 30
D-44139 Dortmund
Dr. Norbert Jesse
QuinScape GmbH
Geschäftsführer
Social Media