Wird Licht bald zum Luxusprodukt?

Udo Fleer (PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die spürbaren Preiserhöhungen für Lampen und Leuchtstoffröhren, die in den letzten Tagen Schlagzeilen machten, lassen den Energieverbrauch dabei zweitrangig werden. Beleuchtet man das Thema etwas näher so sind die Preissteigerungen darauf zurückzuführen, dass wertvolle Rohstoffe wie Phosphor und sogenannte seltene Erden, immer weniger werden und damit dramatisch im Preis steigen.

Phosphor ist nicht nur der wichtigste Düngergrundstoff, sondern auch für die Herstellung von Leuchtstoffröhren unverzichtbar. Das Vorkommen von Phosphatgestein und deren Abbau beschränkt sich auf wenige Länder. Vor allem ein Faktor ist für die derzeitige Kostenspirale verantwortlich: die Entscheidung der chinesischen Regierung, zur Schonung der schnell abnehmenden Reserven an seltenen Erden (engl. Rare Earth Elements oder REEs), die Produktion und den Export dieser Stoffgruppe herunterzufahren. Diese strategische Maßnahme, in Kombination mit der stetig zunehmenden Nachfrage nach REEs, die ihrerseits durch den steigenden Absatz bei elektronischen Konsumprodukten und die Weiterentwicklung von Hybridtechnologien angekurbelt wird, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer globalen Versorgungskrise täglich mehr. Die Phosphore, die in Fluoreszenzlampen zum Einsatz kommen, sind eine Untergruppe der genannten seltenen Erden, und da China derzeit rund 97% des weltweiten Angebots kontrolliert, hat der Entscheid der chinesischen Regierung globale Auswirkungen. Die Preise dieser Stoffgruppe haben sich in den letzten fünf Monaten verzehnfacht – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Produktionskosten bei Fluoreszenzleuchtkörpern.

Gegenwärtig gibt es zu den in China abgebauten Leuchtstoff-Vorkommen keine kostengünstige Alternative. Zwar verfügen auch die USA, Australien, Russland, Indien und Vietnam über Lagerstätten, und in einigen dieser Länder wurde der Abbau bereits intensiviert; kurzfristig gesehen wird dies aber wohl keine wirkliche Entspannung der Lage bringen.

Krise als Chance
Ein neues Zeitalter beginnt. Während die Hersteller bereits mit Hochdruck LED-Leuchtmittel produzieren und weiter entwickeln, herrscht beim Endverbraucher noch Verunsicherung zwecks mangelnder Aufklärung. Doch der Preisdruck wird das Umdenken beschleunigen.

„Bei Havells Sylvania beträgt der Anteil an Neuentwicklungen bereits 65% im Bereich LEDs. Die Vorteile von LED-Leuchtmitteln liegen auf der Hand. Bis zu 90% Energieeinsparung bei einer extrem langen Lebensdauer machen den höheren Anschaffungspreis sehr schnell wett“, so Udo Fleer, Country Manager Germany von Havells Sylvania. „Es wird wohl noch etwas dauern, bis die Verunsicherung beim Endverbraucher schwindet. Aufklärung tut not. Erst nimmt man die gewohnte Glühbirne vom Markt, dann schnellen die Preise für Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren in die Höhe und der Verbraucher weiß noch gar nicht so recht, welche Leuchtmittel er in seiner Leuchte verwenden kann“, so Fleer weiter.

Der Siegeszug von LEDs wird sich beschleunigen, da sind sich alle Hersteller einig. Im gewerblichen und öffentlichen Sektor ist die Nachfrage nach LED-Leuchtmittel schon enorm gestiegen. LED-Lampen werden bereits in vielen verschiedenen Varianten und mit allen gängigen Sockeln angeboten. Dem Umstieg auf das umweltfreundlichste Leuchtmittel steht nichts mehr im Wege.

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